Fahrradfrühling : Auftakt für die Pinneberger Fahrradsaison

Guido Bartels sorgte am Stand des ADFC mit der Fahrrad-Codierung für mehr Sicherheit vor Diebstählen.
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Guido Bartels sorgte am Stand des ADFC mit der Fahrrad-Codierung für mehr Sicherheit vor Diebstählen. 

Wenig Besucher bei der dritten Auflage der Veranstaltung. Grippe und Witterung bremsen Aussteller aus.

shz.de von
26. März 2018, 13:00 Uhr

Pinneberg | Bleibt es trocken? Gehen wir doch vor die Tür? Die Pinneberger brauchten am Sonntag ein wenig, um sich doch dazu zu entscheiden, zur dritten Auflage des Fahrradfrühlings in die Innenstadt zu kommen. „Die erste Stunde war schon ganz gut“, bilanzierte Citymanager  Dirk Matthiessen. Das sah Guido Bartels, der am Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bei der Codierung von Rädern half, etwas anders: „Der Auftakt war doch sehr ruhig. Für uns fast schon entspannt.“

Gut eine Stunde nachdem die Stände offiziell und auch die Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet wurden, füllten sich Drosteiplatz und Innenstadt. Kleine Schlangen bildeten sich vor allem beim ADFC, wo Radler ihre neuen Räder codieren ließen, um sie gegen Diebstahl zu schützen. Die Nachfrage fiel aber deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Dafür wollten die Besucher um so mehr Informationen über Radtouren in der Region haben.

Der zehnjährige Hajo holte noch einmal Schwung für die Fahrt über die Rampe beim Fahrradparcours der Verkehrswacht.
Bastian Fröhlig

Der zehnjährige Hajo holte noch einmal Schwung für die Fahrt über die Rampe beim Fahrradparcours der Verkehrswacht.

 

„Viele meinen, dass die Fähigkeiten von Kindern auf dem Fahrrad schlechter geworden sind. Das ist so aber nicht richtig“, sagte Gerd Vollstedt von der Kreisverkehrswacht. Er zeigte auf Hajo (10) und seinen Bruder Lars (8) die den Fahrradparcours auf dem Drosteiplatz immer wieder bewältigten. Fehlerfrei. „Die beiden waren schon letztes Jahr hier und sind absolut sicher auf dem Rad. Das liegt aber vor allem daran, dass die Eltern viel mit den beiden üben und auf dem Rad unterwegs sind“, so Vollstedt. Sein Appell: „Eltern sollten mit ihren Kindern üben. Dann sind sie sicher im Straßenverehr.“

 Matthiessen wagte sich am Sonntag auf einem Liegerad durch die City: „Das ist mal eine ganz andere Sichtweise beim Radfahren.“ Dabei wurde der Platz für die Radler immer  enger. „Ich denke, es war ein guter Auftakt für die Fahrradsaison“, sagte Matthiessen. In diesem Jahr ist das Stadtmarketing erstmals für das Stadtradeln, das vom 28. Mai bis zum 17. Juni stattfindet, verantwortlich. „Wir hatten viele Nachfragen und hoffen, dass wir noch mehr Starter haben als in den Vorjahren“, sagte Matthiessen. Mehr Beteiligung am Fahrradfrühling hätte er sich auch gewünscht: „Wir hatten mit der Witterung und der Grippewelle zu kämpfen. Wir hätten gern mehr gezeigt“, sagte der Citymanager. Etwa 30 Anfragen habe es gegeben. „Leider hat am Ende nur etwa ein Drittel davon wirklich ausgestellt.“ Zwei Stände waren noch am Sonntagmorgen abgesagt worden. „Ich denke aber, dass wir dennoch das Fahrrad in allen Facetten als Moblitätsalternative präsentiert haben“, bilanzierte Matthiessen.

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