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Die Drostei wird renoviert : Aufgehübscht ins 251. Lebensjahr

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die denkmalgeschützte Drostei wird derzeit renoviert. In diesem Jahr stehen dafür 270.000 Euro zur Verfügung.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Sie ist wohl das bekannteste Gebäude der Stadt Pinneberg : Die Drostei an der Dingstätte. Einst Sitz von Landdrosten der Grafschaft Pinneberg, später von Landräten des Kreises, ist das denkmalgeschützte Gebäude seit seiner Restauration im Jahr  1991 Kreiskulturzentrum. Ein Ort, an dem Konzerte gespielt, Ausstellungen gezeigt und Lesungen gehalten werden. Und in diesem Jahr wird dort gefeiert. Denn das Gebäude wird 250 Jahre alt.

Kirsten Behrens vom Fachdienst Gebäudemanagement des Kreises Pinneberg wollte der Drostei zu diesem Jubiläum ein besonderes Geschenk machen: „Ich habe initiiert, dass die Drostei sich zu ihrem Geburtstag besonders hübsch machen darf“, sagte sie gestern während eines Pressegesprächs vor Ort. Technische Ausbesserungen in Bezug auf den Brandschutz seien im Zuge der Instandhaltungsarbeiten ohnehin notwendig gewesen. „Wir haben entschieden, dass wir die Räume, in denen wir etwa den Boden aufbrechen müssen, um Kabel neu zu verlegen, auch gleich streichen und Risse an den Wänden und am Stuck ausbessern werden“, sagte Behrens.

 Zahlreiche Arbeiten im ersten und zweiten Geschoss  wurden seit Beginn des Jahres bereits abgeschlossen: Elektriker haben eine neue Flucht- und Rettungswegbeleuchtung, ein LWL-Datenkabel sowie energiesparende Leuchtmittel installiert, Tischler haben die defekten Türen, Kassetten und Bodendielen ausgebessert, Stuckateure Risse an den Stuckdecken und Ofennischen saniert und zum Abschluss haben Maler und Lackierer nach allen anderen Arbeiten Spachtel und Malerarbeiten in den Räumen ausgeführt. Im Keller wurde außerdem das Mauerwerk saniert.

„All diese Arbeiten haben während des laufenden Betriebs stattgefunden“, sagte Jens Bollwahn, Geschäftsführer der Stiftung Landdrostei. Seit Anfang März hätten durchgehend zwei bis vier Handwerker im Gebäude gearbeitet. Fertig geworden ist trotzdem nicht alles: Wenn am Sonnabend die neue Ausstellung „Norddeutsche Realisten in Kolding“ eröffnet wird, können die Besucher nicht nur die Ausstellung, sondern auch die Baustelle besichtigen. Denn im großen Ausstellungsraum im ersten Obergeschoss ist der Boden derzeit noch offen. „Wir hoffen, dass die Arbeit dort in der nächsten, spätestens aber in der übernächsten Woche abgeschlossen wird“, sagte Behrens.

Mitten im Ausstellungsraum ist der Boden noch offen.

Mitten im Ausstellungsraum ist der Boden noch offen.

Foto: Karina Voigt
 

Dass überhaupt sämtliche Böden aufgerissen worden mussten, liegt daran, dass der Denkmalschutz berücksichtigt werden musste. „Kabel, die in anderen Gebäuden entlang der Wände und Decken laufen würden, verlaufen hier unter den Bodendielen“ erläuterte Behrens. Auch Rauchmelder gebe es keine, stattdessen ein System, das nur zu entdecken ist, wenn man sich die Decke sehr genau ansieht: Denn dann entdeckt man kleine Löcher, in die der Rauch gezogen wird.

„Manchmal waren die Bauarbeiten schon eine Herausforderung“, sagte Stefanie Fricke, künstlerische Leiterin der Drostei. „Aber wenn man durch die Räume geht und sieht, wie alles repariert wurde, dann nimmt man diese gern in Kauf“, sagte sie. In diesem Jahr will der Kreis Pinneberg für die Instandssetzungs- und Renovierungsarbeiten der Drostei  270.000 Euro investieren.  Als nächstes geht es dann ab Mitte Juni  im Erdgeschoss weiter. Und auch 2018 soll die Drostei im Herzen der Pinneberger City weiter instandgesetzt werden. Wie hoch dann die Investition des Kreises sein wird, steht derzeit aber noch nicht genau fest, sagte Behrens gestern.

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