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Nach Zuschuss-Eklat : Aufatmen beim SC Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Verein muss nichts von dem ausgezahlten Geld zurückzahlen.

von
erstellt am 29.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Beim Sport-Club Pinneberg (SCP) dürften in diesen Tagen die Sektkorken knallen: Der Verein muss keinen Cent der von der Stadt zu viel gezahlten Zuschüsse in Höhe von 45.022,38 Euro zurückzahlen. Das haben die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Jugend während ihrer Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. „Wir nehmen mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die Politik dem Vorschlag der Stadt gefolgt ist, von einer Rückforderung abzusehen“, sagte Wolfgang Buhk, Vizechef des SCP, am Rande der Sitzung im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Rückzahlung hätte möglicherweise die Existenz des Vereins gefährdet, das hatte der Vorstand betont.

Rückblick: Im vergangenen Jahr machte die CDU den Zuschuss-Eklat öffentlich, der verzwickt ist. Über Jahre hinweg hatte der SC Pinneberg einen gleich bleibenden Zuschuss für die Betriebskosten erhalten. Im Zuge eines Beschlusses über eine neue Sportförderrichtlinie vom 13. Dezember 2007 seien die Reinigungskosten nicht in die Liste der Betriebskosten, zu der Strom, Wasser und Heizung gehören, mit aufgenommen worden. Dabei habe es im Vorfeld ein Gespräch mit der Verwaltung und einen Konsens darüber gegeben, argumentierte der Verein. Nach einem Vermerk der Stadt sollte auch in die neue Sportförderrichtlinie eine Regelung aufgenommen werden, wonach der SCP künftig 75 Prozent der Energie- und Reinigungskosten erstattet bekommt. Obwohl der Rat dem damals nicht zustimmte, zahlte die Verwaltung munter weiter, ohne die tatsächlichen jährlichen Kosten mit heranzuziehen. Ein Versäumnis in doppelter Hinsicht.

Die Verwaltung ließ durch einen Fachanwalt prüfen, ob Rückforderungsansprüche gegenüber dem SCP bestehen. Der sieht das Versäumnis eher bei der Stadt – und so sieht es auch die Politik. Als „wenig schmeichelhaft“, bezeichnete Ratsherr Dietrich Drechsler (CDU) diesen Vorfall in Richtung Verwaltung. Ratsherr Herbert Hoffmann (SPD) erklärte, dass der oder die Mitarbeiter in der Verwaltung, die dafür verantwortlich sind, nicht mehr greifbar seien, da sie dort nicht mehr arbeiteten. Es sei eine Reihe von Missverständnissen gewesen.

Damit so etwas nicht mehr passiert, wurde im Ausschuss eine neue Sportförderrichtlinie einstimmig auf den Weg gebracht. Danach werden Strom, Heizung, Wasser, Abwasser und Reinigung zu 100 Prozent bezuschusst, maximal jedoch mit bis zu 12.000 Euro pro Jahr.

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