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Lehrstelleninfotag in Tornesch : Auf der Suche nach dem Traumjob

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

1200 Schüler besuchen Lehrstelleninfotag in Tornesch mit 50 Ausstellern mit 100 Ausbildungsberufen / Direkter Kontakt nimmt Hürden

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2015 | 16:25 Uhr

Bunte Plakate mit Logos und grinsenden Azubi-Models hängen an den Stellwänden. Frauen und Männer in Blusen, Anzügen oder in Arbeitsmontur stehen davor. Auf den Stehtischen locken Kugelschreiber und Süßigkeiten. Schüchtern schlendern Jugendliche in kleinen Gruppen durch die Gänge und sehen sich um. Hier und da bleibt einer stehen und nimmt sich einen Prospekt von den Ständen in der Turnhalle der Klaus-Groth-Schule. Einige trauen sich dann doch, sprechen die Wirtschaftsvertreter an und lassen sich beraten. Der Lehrstelleninfotag am Freitag gleicht einem vorsichtigen Beschnuppern.

Den ganzen Tag lang konnten sich Jugendliche aller Altersstufen informieren. Vormittags waren die Schulklassen dran, nachmittags alle anderen. Hauptorganisatorin Meike Koschinski von der Wirtschaftsförderung der Stadt Uetersen schätzt, dass wieder Besucherzahlen um die 1200 an diesem Tag erreicht werden. Unterstützt wird sie von der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit und der Hamburger Sparkasse. Jessy Pommerening von der Berufsberatung glaubt, dass solche Messen dabei helfen, die Kontaktaufnahme zwischen Jugendlichen und Betrieben leichter zu machen. „Hier ist die Hürde nicht so groß, als wenn sich ein Jugendlicher direkt bei einem Unternehmen vorstellt“, sagt sie.

50 Aussteller präsentieren 100 Ausbildungsberufe. Am Stand der Barmer GEK informieren sich die 18-jährigen Vanessa Moritz, Yasemine Kanwischer und Tabea Willhöft über das Studium im Bereich „Health Care Management“. „Besonders das duale Studium ist sehr gefragt“, erklärt Sabine Poch von der Barmer. Viele wissen aber noch nicht, wohin die Reise beruflich gehen soll. „Ich finde es schwer, mich zuentscheiden“, gibt Vanessa zu. Das Angebot an Studienfächern und Ausbildungsberufen sei einfach sehr breit gefächert. „So eine Messe hilft, weil man direkt mit den Leuten reden kann, anstatt sich auf einer Internetseite zu informieren.“

Nebenan verteilen Bäcker-Azubis Kuchen, künftige Feinmechaniker erklären dem 13-jährigen Julian Bauer technische Details der Ausstellungsstücke. Auch wenn er noch so jung ist, weiß der 13-Jährige bereits, womit er später seine Brötchen verdienen will. „Lager und Logistik“, lautet die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Christina Bichel, Betriebswirtin bei Loll Feinmechanik, berichtet, dass sich am Vormittag nur wenige an die Stände trauen. „Es ist schwierig, Jugendliche aus der Gruppe zu erreichen.“ Am Nachmittag seien hingegen viele Eltern dabei. „Die wissen dann, dass ihr Junge handwerkliches Geschick hat und sagen: Geh mal da hin.“

Zwanzig Meter weiter nimmt sich der 17-jährige Marcel Reuter drei Info-Bgen mit den Anforderungen für die Ausbildungsberufe beim Bauzentrum Lüchau mit. Personalerin Angelika Schoen hat gute Erfahrungen mit der Info-Messe gemacht. „Im vergangenen Jahr haben wir einer Schülerin ein Praktikum vermittelt, die dann bei uns in die Ausbildung gegangen ist. Und sie macht sich wirklich super.“

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