Auf den Spuren von Comenius

Feierliche Übergabe der Abitur-Zeugnisse an der JCS.
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Feierliche Übergabe der Abitur-Zeugnisse an der JCS.

Abiturfeier an der Pinneberger Johann-Comenius-Schule: Rock’n’ Roll, Film- und Liedvorträge / Zeugnisse für 65 Absolventen

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26. Juni 2018, 11:35 Uhr

Rock’n’Roll, Lied- und Filmvorträge sowie ein Bonbon- und Rosenregen: Schüler und Lehrer haben während der Abiturfeier an der Pinneberger Johann-Comenius-Schule für ein facettenreiches Programm gesorgt. 65 Schüler durften nach diversen Reden und kreativen Vorträgen ihre Abiturzeugnisse entgegen nehmen. Schulleiterin Uta Holst-Timm beglückwünschte die Absolventen als Erste im Zuge der Feierlichkeiten. „Das ist ein großer Tag, der gleichzeitig mit Wehmut verbunden ist“, sagte sie.

Was die Zukunft der Schüler betreffe, laute das wichtigste Zauberwort Eigeninitiative. Die Schulleiterin forderte die Schüler auf, sich auszuprobieren, aber auch nicht zu lange treiben zu lassen. Sie regte die Abiturienten an, den Kontakt zu ausgebildeten Menschen beziehungsweise Vorbildern zu suchen. Die Jugendlichen sollten gegebenenfalls die Stärke haben, einen bereits eingeschlagenen Ausbildungsweg wieder abzubrechen. Mit einer Rede stimmte auch Bürgermeisterin Urte Steinberg die Absolventen auf ihre Zukunft ein. Sie zitierte den Namensgeber der Schule, den Philosophen, Theologen und Pädagogen Johann Amos Comenius (1592-1670). „Es genügt nicht, etwas sicher zu können, man muss Leichtigkeit erstreben“, habe einst bereits der Philosoph geäußert.

Die Bürgermeisterin wünschte den Abiturienten in diesem Sinne, den Sommer mit Leichtigkeit zu nehmen. Was die bevorstehenden Jahre anginge, sei es jedoch nicht immer möglich, in diesem Sinne zu verfahren.

Studium oder Ausbildung? Bundeswehr oder freiwilliges soziales Jahr? „Dies sind Entscheidungen, die nicht immer mit Leichtigkeit zu treffen sind und sei man noch so gebildet“, sagte Steinberg. Doch mit dem Abitur hätten die jungen Menschen die erste große Prüfung des Lebens hinter sich gebracht. „Jetzt schaffen Sie auch alles andere“, sprach ihnen die Bürgermeisterin Mut zu. Mit unterhaltsamen Gags und persönlichen Ansprachen sowie Auftritten bereicherten die Jugendlichen der Klassen 13 a, 13 b und 13 c und ihre Lehrer die Feier. Die Pädagogen Daniel Strotmayer, Frank Thurow und Joachim Kaiser traten in einem Wettbewerb gegeneinander an. Es galt, hochhackige Schuhe, Kopfbedeckung und Handys schnell aus den Zuschauerreihen zu ergattern.

Schüler wie Lehrer ließen zudem gemeinsame Erlebnisse Revue passieren. Lehrerin Kerstin Stange drehte für ihre Sportschüler einen Surf-Film von einer Reise. Thurow erinnerte an über mehrere Jahre erlebte Programmpunkte. Dazu zählten die Film-Show Plastic Planet und der Besuch des Klimaschutz-Busses. Thurow kannte die Schüler bereits von Klasse fünf an.

Was das Abschneiden des Jahrgangs betrifft, liegt die Durchschnittsnote bei 2,67. Das beste Abiturzeugnis durfte Maribel Maruska mit einer Note von 1,1 entgegen nehmen. Die Schüler Zina Efchary und Maruska wurden für besondere Leistungen in den Bereichen Physik und Philosophie geehrt. Die Zukunft betreffend, haben viele Schüler noch keine konkreten Pläne. Efchary möchte gern im naturwissenschaftlichen Bereich, eventuell auch unternehmerisch tätig sein. Charlotte Droste plant, Deutsch und Biologie auf Lehramt zu studieren. Mit dem von Thurow gesungenen, textlich veränderten Knef-Song „Für Euch soll‘s rote Rosen regnen“ endete die Feier.


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