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Kreis und Kommunen suchen Lösung : Auch Zentrale Unterkünfte sind jetzt eine Option

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Asylbewerber-Zuweisungen vervierfacht. „Die bisherige dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen werden wir angesichts der aktuellen Zahlen nicht mehr vollständig gewährleisten können“.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Ab Mitte des Monats werden im Kreis Pinneberg mehr als 100 neue Asylbewerber in der Woche erwartet. Dies entspricht laut Kreisverwaltung einer Vervierfachung der Zuweisungen von Flüchtlingen seitens des Landes. „Die bisherige dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen werden wir angesichts der aktuellen Zahlen nicht mehr vollständig gewährleisten können“, sagte Landrat Oliver Stolz gestern.

Stolz hatte sich mit hauptamtlichen Bürgermeistern, Amtsdirektoren und Amtsvorstehern aus dem Kreis Pinneberg getroffen, um sich gemeinsam ein Bild von der derzeitigen Situation zu machen. „Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Kommunen trotz des völlig leergefegten Wohnungsmarktes gut vorgesorgt und sich kontinuierlich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet haben. Die unmittelbare Versorgung in den nächsten Wochen scheint mir deshalb weitgehend gesichert“, sagte Stolz nach dem Treffen.

Zwar sei die Unterbringung der Flüchtlinge eigentlich Aufgabe der Kommunen, sagte Kreissprecherin Birgit Köhnke, im Gespräch mit dieser Zeitung. Angesichts der aktuellen Lage stünden Kreis und Kommunen jedoch in einer gemeinsamen Verantwortung. Aus diesem Grund sei auch der nächste Schritt, dass sich heute eine Leitungsrunde in der Kreisverwaltung treffe.

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„Die unmittelbare Versorgung in den
nächsten Wochen scheint mir gesichert.“

Oliver Stolz
Landrat
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Zudem werde die Kreisverwaltung in den kommenden Tagen nach Möglichkeiten im Kreis Pinneberg suchen, um eventuell eine Gemeinschaftsunterkunft zu errichten. Stolz gehe von bis zu 2000 benötigten Plätzen aus. Dies könnte dann in der Verantwortung des Kreises liegen. „Das ist aber nicht zwingend“, sagte Köhnke, inzwischen könnten auch Kommunen derartige Unterkünfte  betreiben.

In Pinneberg sind die Kapazitäten für Asylbewerber bereits ausgeschöpft, die Stadt prüft bereits, ob andere Gebäude als Unterkunft genutzt werden könnten. Bürgermeisterin Urte Steinberg begrüßte das gestrige Treffen mit dem Kreis: „Wir konnten noch einmal deutlich machen, wie hoch der Unterbringungsdruck in den Kommunen ist und  dass dies eine immense Herausforderung für alle Ebenen ist“, sagte Steinberg.

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