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80 Jahre Rosengarten: Veranstalter ziehen Bilanz : Auch im kommenden Jahr blühen die Blüten wieder auf

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Geburtstagsjahr der Grünanlage neigt sich dem Ende. Letzte Veranstaltung ist das öffentliche Adventssingen am 28. November.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Ein königliches Fest für die Königin der Blumen, das sollte es werden und das war es: Der Rosengarten Pinneberg hat dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen gefeiert. Am Festprogramm haben sich viele Pinneberger beteiligt, darunter Schulen, Kulturvereine und Museen. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung zeichnet der Verein Freundeskreis Rosengarten. Dessen Mitglieder zeigen sich zufrieden: „Es war ein tolles Jahr und wir konnten viele Menschen in den Rosengarten locken – wir haben viele neue Fans hinzugewonnen“, sagt Petra Matthieszen-Eitze.Vergangenes Wochenende wurde der Garten bereits winterfit gemacht. Die abschließende Veranstaltung steht aber noch an: Das „Offene Adventssingen“ am Sonnabend, 28. November. „Das wird die musikalischen Gratulationen im Jubiläumsjahr beschließen“, sagt Matthieszen-Eitze. Beginn ist um 17 Uhr.

Der Freundeskreis schätzt, dass mehrere tausend Besucher im Laufe des Jahres in der blütenreichen Parkanlage zu den Veranstaltungen vorbeigeschaut haben. „Wir bedanken uns bei der Stadt für die Unterstützung – speziell dem Kommunalen Service – sowie bei unseren geschätzten Kooperationspartnern“, sagt Joachim Haß, Vereinsvorsitzender. „Vom Publikum hätten wir uns aber etwas mehr Resonanz gewünscht“, ergänzt Pressesprecher Helmuth Schwarz. „Der Rosenmarkt war sehr gut besucht, bei anderen Veranstaltungen blieb das aus. Vielleicht war das aber auch so, weil sie eben noch nicht so etabliert wie der Markt sind“, vermutet Haß und resümiert: „So ein Programm können wir nicht so schnell noch einmal auf die Beine stellen. So viele aktive Ehrenamtliche haben wir nicht und die Abnutzungserscheinungen wären doch zu groß.“

„Wir wollten dem Park die Beachtung zu Teil werden lassen, die ihm gebührt“, fügte Schwarz hinzu. Seit mittlerweile sechs Jahren kümmert sich der Freundeskreis um Pflege und Erhalt der Anlage. „Unser Pinneberger Rosengarten ist einer der ältesten bestehenden öffentlichen Rosengärten Schleswig-Holsteins“, sagt der 64-jährige Schwarz aus Appen. Die Anlage sei in ihrer architektonischen Struktur bis heute als Reformgarten der 1930er Jahre unverändert. Ist das nicht kulturdenkmalwürdig?

Das ist es. Und deswegen bekam der Rosengarten in seinem Geburtstagsjahr die Denkmalplakette des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Aber auch sonst war einiges los am Rande des Fahlt: Unter dem Motto „80 Jahre alt und kein bisschen langweilig“ feierte die ganze Stadt mit.

Flaneure präsentierten sich in historischen Gewändern beim Rosen- und Pflanzenmarkt. (Freundeskreis Rosengarten)
Flaneure präsentierten sich in historischen Gewändern beim Rosen- und Pflanzenmarkt. (Freundeskreis Rosengarten)
 

Der Geburtstags-Reigen startete am 31. Mai mit der Auftaktveranstaltung und der Verleihung der Plakette durch das Landesamt für Denkmalpflege Kiel und mit Lesungen des Literatur-Cafés der Drostei. „Und dem entzückenden Rosentanz der Ballettmäuse der Ballettschule Geigenberger im Baumschulmuseum“, ergänzt Matthieszen-Eitze . Die Hamburger Ratsmusik konzertierte mit „Die Rose – Königin der Blumen“ am 11. Juni in der Drostei. Das Jugendsymphonieorchester der Musikschule lief zum beliebten Rosen- und Pflanzenmarkt am 27. Juni auf. Außerdem sang der Frauenchor Pinneberg und der Männergesangsverein. „Beim Markt gab es außerdem eine weitere Tanzvorführung der Ballettschule Geigenberger und Flaneure in historischen Kostümen“, so Matthieszen-Eitze.

Weiter ging es mit dem Summerjazz-Opener und der Big-Band „Elms-Horns“ am 12. Juli und dem Auftritt der Band der Lebenshilfe am 2. August: „Rosi und die Knallerbsen haben ordentlich für Stimmung gesorgt“, erinnert sich Matthieszen-Eitze. Es folgte ein Themenkonzert „Im Namen der Rose“ mit Svenja Liebrecht und Waldemar Saez-Eggers am 11. September in der Drostei. Auch die Führungen und Vorträge zum Thema „Rose“ seien gut angenommen worden. Deswegen sollen sie 2016 fortgeführt werden.

Bürgervorsteherin Natalina Boenigk und Freundeskreis-Vorsitzender Joachim Haß mit der Kulturdenkmalplakette. (Freundeskreis Rosengarten)
Bürgervorsteherin Natalina Boenigk und Freundeskreis-Vorsitzender Joachim Haß mit der Kulturdenkmalplakette. (Freundeskreis Rosengarten)
 

„Zum 85-jährigen Bestehen wollen wir auf jeden Fall wieder größer feiern“, verspricht Mathieszen-Eitze. Aber auch 2016 soll es außer dem Pflanzen- und Rosenmarkt, der am 25. Juni stattfindet, weitere Veranstaltungen geben. „Das nächste Jahr soll unter dem Motto Interkulturelles Jahr stehen“, sagt Vereinsvorsitzender Haß. „Wir planen zum Beispiel ein buntes Dinner und einen Rosenball“, ergänzt der 70-Jährige. Erste Gespräche dafür liefen bereits. Außerdem will der Freundeskreis die vielfältigen Rosensorten beschildern. Die im Verlauf des Jubiläumsjahres eingegangenen Spenden werden genutzt, um die Ausstattung des Rosengartens zu ergänzen. Bänke, Mülleimer und Stehlen – alle in weiß und alle im Stil der 1930er Jahre – fehlen noch an einigen Stellen. „Wir haben hier noch einige Träume und Visionen, an deren Umsetzung wir derzeit arbeiten“, sagt Mathieszen-Eitze und lächelt.

Der Verein Freundeskreis  Rosengarten wurde 2009 in Pinneberg gegründet. Seither ist das Vereinsziel die  Förderung von Bildung, Naturschutz und der Landschaftspflege im Rosengarten. Die Mitglieder treffen sich monatlich. Wer Mitglied im Verein  werden will,  kommt zu dem nächsten Treffen am Mittwoch, 28. Oktober, ab 18.30 Uhr im Restaurant „Zum Vossbarg“, im  Hogenkamp 73.
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