„Atemlos“ durch die Scheune

Die Gäste feierten ausgelassen.
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Die Gäste feierten ausgelassen.

Die Landjugend Borstel-Hohenraden organisiert ihre zweite Dorffete / Helene Fischer trifft nicht Geschmack aller Partygäste

shz.de von
15. August 2018, 16:33 Uhr

Etwa eine Stunde Vorlauf und „Atemlos“ von Helene Fischer brauchte es am Sonnabend, bis die Tanzfläche auf dem Hof Nyding in Kummerfeld bei der Scheunenfete der Landjugend Borstel-Hohenraden gefüllt war. „Das wäre mir als Musik lieber“, sagte ein Besucher und zeigte auf sein AC/DC-Shirt. Dann deutete er auf sein Bierglas: „Mit genug davon lässt sich aber auch Helene Fischer ertragen.“ Dies gesagt, war er schon wieder im Disco-Fox-Schritt auf der Tanzfläche verschwunden.

„Es läuft richtig klasse“, stellte Aaron Kirschner, Pressesprecher der Landjugend Borstel-Hohenraden und am Sonnabend nach eigener Definition „Mädchen für alles“, zufrieden fest. Etwa 600 der 800 verfügbaren Karten waren im Vorverkauf abgesetzt worden. „Die Abendkasse lief dann auch sehr gut“, bilanzierte er, während immer wieder Anrufe auf dem Smartphone eingingen oder Fragen per Funk kamen. „Es hat sich bewährt, dass es feste Verantwortliche für den Auf- und Abbau, aber auch für den Einlass oder das Einsammeln der Pfandbecher gibt“, erläuterte er.

Etwa ein halbes Jahr dauerten die Vorbereitungen des zehnköpfigen Organisationsteams. Freitagmorgen begann der Aufbau. „Es ist unsere zweite Party“, sagte der Vorsitzende der Landjugend Borstel-Hohenraden, Marvin Scharfenstein. 20 Helfer packten an, um Bauzäune, Dixi-Klos, Bierwagen, Grills, Bühne, DJ-Pult und vieles mehr aufzubauen. „Wir hoffen, dass es beim Abbau genauso gut klappt“, sagte Scharfenstein und Kirschner ergänzte: „Wenn das Licht an- und die Musik ausgeht, geht es für das Kernteam direkt in den Abbau über.“

Aber warum tun sich die Mitglieder der Landjugend diesen Aufwand an? „Die Scheunenfete ist unsere wichtigste Einnahmequelle. Das ermöglicht uns, unseren etwa 80 Mitgliedern Aktivitäten deutlich günstiger anzubieten“, sagte Scharfenstein. Als nächstes stehe eine Kanutour mit Vollverpflegung auf dem Programm. Kosten: fünf Euro. „Das kann sich doch sehen lassen, oder? Ohne die Einnahmen ginge das nicht“, so der Vorsitzende. Wäre dann nicht eine zweite Party noch besser für die Vereinskasse? „Wir haben darüber nachgedacht, aber nichts entschieden. Wir haben jetzt ein halbes Jahr geplant – klar, dass die Veranstaltungen nicht vier Wochen auseinanderliegen können“, sagte Kirschner. „Vielleicht stellen wir ja als zweite Veranstaltung etwas kleineres auf die Beine.“

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