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Pinneberger Tageblatt

26. September 2017 | 16:51 Uhr

Hasloh : ASB wird Träger der Robinson-Kita

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloher Einrichtung ist ab 1. August keine Elterninitiative mehr. Die Entscheidung aller Beteiligten fiel einstimmig

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Hasloh | Es war die Nachricht des Abends: Während der jüngsten Sitzung des Hasloher Sozialausschusses gab Vorsitzende Anne Worthmann (CDU) den Träger bekannt, der bereits ab 1. August die Verantwortung für den Robinson- und den Waldkindergarten übernehmen wird: „Es ist der Arbeiter-Samariter-Bund, kurz ASB“, sagte Worthmann.

Vorausgegangen war der Rücktritt des Vorstandes der Elterninitiative (diese Zeitung berichtete). Nach zwei Treffen einer der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe habe das Interessensbekundungsverfahren mehrere Bewerber hervorgebracht. „Herr Möller von der Verwaltungsgemeinschaft hat eine Matrix mit Kriterien erstellt, am Ende blieben zwei Bewerber übrig“, berichtete Worthmann.

Die Entscheidung sei dann auf den ASB gefallen. „Es hat einfach alles gepasst – das ist der Träger, den wir uns wünschen“, sagte Worthmann. „Wir sind froh, dass das hier geklappt hat“, brachte Axel Schröter, stellvertretender Landesgeschäftsführer des ASB Schleswig-Holstein seine Freude zum Ausdruck. Es sei jedoch recht sportlich, die Übernahme zum Stichtag 1. August zu schaffen. „Wir wollen das hinkriegen“, betonte Schröter. Während seiner kurzen Vorstellung des ASB bekräftigte er, dass der Verband überparteilich und nicht konfessionell gebunden sei. Das Portfolio umfasse Kindertagesstätten, Familienzentren, ambulante und stationäre Pflege, betreutes Wohnen, Rettungsdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung und vieles mehr.

Alexander Frädrich, Fachreferent für Kindertagesstätten im ASB erläuterte, wie der Verband den Erwartungen der Kommune, des Kita-Teams, den Eltern und den Kindern gerecht werden wolle. „Wir legen Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz“, sagte er. Kundenorientierung sei ebenso wichtig wie Elternbefragungen und die fachliche Begleitung des Teams. „Es ist nicht nur der erste Kindergarten im Kreis Pinneberg, sondern auch der erste Waldkindergarten für uns“, berichtete Frädrich.

Gabriele Liebert, Leiterin der Hasloher Einrichtung betonte, dass die Entscheidung für den Verband „vollen Herzens“ gefallen sei. „Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe“, schilderte sie ihre Eindrücke. Auch alle Mitarbeiter stünden hinter der Entscheidung. „Alle haben angeboten, auch Arbeiten zu übernehmen, die nicht unbedingt im Bereich von Pädagogen liegen, damit der Übergang reibungslos klappt“, berichtete sie aus ihrem Team.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) nannte das Ergebnis „sehr gelungen“ und zeigte sich erfreut darüber, dass sowohl die Mitarbeiter als auch der Verein das Votum einstimmig gefällt hätten. Auch der Sozialausschusses entschied einstimmig.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte Worthmann die nächsten Schritte: Zunächst werde der bereits vorliegende Vertragsentwurf geprüft. „Dann müssen die Arbeitsverträge geändert und die Unterlagen gesichtet sowie die Bücher geprüft werden“, zählte sie auf. Gemeinsam mit Carsten Möller müsse dann der Übergang der Betriebserlaubnis vorbereitet werden. „Auch der Fachdienst des Kreises wird den Übergang begleiten“, sagte Worthmann. Dabei würden sich möglicherweise Auflagen ergeben, die dann so schnell wie möglich umgesetzt werden müssten.

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