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Pinneberg : Archäologische Funde an der Westumgehung

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mitarbeiter des Landesamts stoßen bei Grabungsarbeiten auf Artefakte im Erdreich. Dennoch soll es keine Verzögerung geben.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2016 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Haben Mitarbeiter des archäologischen Landesamts unter der Trasse der geplanten Westumgehung in Pinneberg eine germanische Siedlung entdeckt? Fakt ist: Im Norden der Kreisstadt in der Nähe des Supermarkts Netto an der Elmshorner Straße sind die Experten auf Funde im Erdreich gestoßen. Handelt es sich dabei gar um zwei germanische Langhäuser mit einer Länge von 20 beziehungsweise 40 Metern, wie gut informierte Kreise vermuten?

Steffen Haucke, Grabungstechniker vom archäologischen Landesamt, der wie seine Kollegen seit einigen Tagen auf der Trasse der Westumgehung mit Schaufel, Kelle und Pinsel am Werk ist, will das nicht bestätigen. „Ich habe noch keine Ergebnisse. Wir müssen erst noch prüfen“, sagte er auf Anfrage. Dass die Archäologen auf Fundstücke gestoßen sind, bejahte er.

Bereits im Dezember rückten die Mitarbeiter des archäologischen Landesamts in Pinneberg an. Laut Haucke habe es bereits Hinweise auf mögliche Artefakte gegeben. „Wir graben immer bei großen Bauprojekten und finden auch immer etwas“, informierte der Archäologe, der im ganzen Land unterwegs ist, stets auf der Suche nach Altertümern im Erdreich.

Seit mehr als 80 Jahren werden in Schleswig-Holstein Funde und Fundstellen in der archäologischen Landesaufnahme zentral registriert. Der Datenbestand umfasst derzeit etwa 60.000 Fundorte aus annähernd 120.000 Jahren Menschheitsgeschichte Schleswig-Holsteins. Im Landesmuseum in Schleswig sind viele der germanischen Funde wie ein Ruderboot zu sehen. Doch was bedeuten die Entdeckungen für den Bau der Westumgehung? Kommt es bei der Bergung eines möglichen Schatzes womöglich zu Verzögerungen bei der Fertigstellung.

Diese Frage beantwortet Haucke mit einem „Nein“. „Wir arbeiten mit unseren Partnern gut zusammen.“ In der nächsten Woche will der Archäologe eine Pressekonferenz mit Stadt und Heimatverein anberaumen. Dann sollen die Ergebnisse über die Funde vorliegen.

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