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„In einer robusten Verfassung“ : Arbeitslosenquote im Kreis Pinneberg sinkt auf 5,0 Prozent

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Statistik: Derzeit sind bei der Arbeitsagentur noch mehr als 700 freie Ausbildungsplätze gemeldet.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2017 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg ist im April im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent gesunken – dies bedeutet, dass 317 Menschen weniger arbeitslos waren, nämlich 8527. Verglichen mit dem April 2016 sank die Zahl der Arbeitslosen sogar um 417 Menschen beziehungsweise 4,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Kreis Pinneberg betrug im April 5,0 Prozent, ein Jahr zuvor waren es 5,3 Prozent. Die Zahlen sind gestern von der Arbeitsagentur Elmshorn veröffentlicht worden.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich in einer robusten Verfassung“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit in Elmshorn: „Bei der Personalnachfrage hält sich das hohe Niveau. Die Arbeitslosigkeit geht saisonal zurück. Erfreulicherweise sinkt im Vergleich zum Vorjahr auch die Zahl der Arbeitslosen, die älter, ohne Berufsabschluss oder schon länger auf Jobsuche sind. Arbeitsagentur und Jobcenter beraten und unterstützen intensiv mit Qualifizierungen und betrieblichen Praktika diese Entwicklung.“

Im Kreis Pinneberg haben sich im April 698 Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung abgemeldet, 631 Arbeitslose haben während dieses Zeitraums eine Ausbildung, eine berufliche Qualifizierung oder einen Eingliederungsmaßnahme begonnen, erläuterte die Arbeitsagentur. Zu den 8527 Arbeitslosen kamen im vergangenen Monat weitere 3453 Menschen, die derzeit ohne Arbeit sind, weil sie sich gerade qualifizieren oder weil sie vorübergehend arbeitsunfähig sind.

Die Arbeitsagentur weist darauf hin, dass in den kommenden Wochen viele Ausbildungsverträge unterschrieben werden, denn das Ende des Schuljahres nähert sich. „Noch haben wir viele interessante Ausbildungsplätze bei attraktiven Unternehmen im Angebot“, sagte Kenntemich. „Das heißt allerdings nicht, dass jeder Jugendliche auch einen Ausbildungsvertrag unterschreiben wird. Dazu müssen die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe mit den Vorstellungen und Leistungen der Bewerber übereinstimmen.“ Er rät Arbeitgebern, die nach Auszubildenden suchen, auch vermeintlich schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben, sagte der Behördenchef. Denn ihre Kompetenzen spiegelten sich nicht ausschließlich in Schulnoten und Zeugnissen wider.

 

Insgesamt sind in der Arbeitsagentur in Elmshorn seit vergangenem Oktober 1462 Ausbildungsplätze gemeldet worden. Von diesen waren im April noch 767 Plätze unbesetzt. Dem gegenüber stehen 1575 gemeldete Ausbildungsplatzsuchende seit Oktober, 805 von ihnen sind weiterhin auf der Suche nach einer Lehrstelle. Die größten Chancen haben derzeit übrigens Bewerber, die sich für eine Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel interessieren. 9,8 Prozent der derzeit unbesetzten Ausbildungsstellen haben diesen Berufsabschluss zum Ziel.

Die Arbeitslosenquoten in Hamburg und Schleswig-Holstein befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 1993. Alle Zahlen dazu finden Sie hier.

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