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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 11:26 Uhr

Arbeitsagentur will Jugendlichen helfen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Arbeitsagentur Elmshorn, zuständig für die Kreise Pinneberg und Segeberg, will sich in Zukunft stärker um die Weiterbildung jobsuchender Jugendlicher kümmern. Das sagte gestern Agenturchef Thomas Kenntemich während eines Besuchs von Innenstaatssekretär Ole Schröder (kleines Foto rechts).

Insgesamt scheinen die Arbeitsmarktzahlen für den Kreis Pinneberg nicht schlecht zu sein. Dieser Ansicht ist jedenfalls Kenntemich: „Obwohl die Zahlen sich zuletzt etwas verschlechtert haben, muss man sagen, dass es hier relativ gut aussieht.“

Die Arbeitsagentur müsse weg vom Massengeschäft, hin zu einer besseren individuellen Betreuung von Jobsuchenden, sagte Kenntemich. So wolle die Agentur nun das Angebot für junge Menschen verbessern. Jugendliche, deren Qualifikationen für die Arbeitgeber nicht ausreichen, sollen nicht mehr außerbetrieblich weitergebildet sowie umgeschult und damit auf dem zweiten Arbeitsmarkt „geparkt“ werden, wie Kenntemich sagt. Stattdessen will die Agentur Arbeitgeber gewinnen, die sich auch für weniger qualifizierte Kandidaten entscheiden. Das Angebot soll sich vor allem an Bewerber bis zu 35 Jahren richten. Derzeit sind etwa 200 junge Menschen in der betrieblichen Ausbildung, die von der Agentur gefördert wird. Die Agentur unterstützt die Arbeitgeber, indem sie Ausbildungskosten trägt – etwa Beiträge für die Berufsschulen. Zwischen 3500 und 4000 Euro kostet ein Schuljahr pro Kopf, wie Agentursprecher Gerold Melson mitteilt. Während einer zweijährigen Ausbildung könnten Arbeitgeber so bis zu 8000 Euro sparen. Außerdem übernehme die Agentur cirka 500 Euro pro Monat, etwa für Fahrten, Arbeitskleidung und Kinderbetreuung. Schröder sagte, er wolle sich darum bemühen, dass diese Bildungsmaßnahmen zukünftig besser gefördert werden können. Kenntemich räumt jedoch ein, dass die Bereitschaft der Unternehmen, mitzumachen, sehr unterschiedlich ist. Vor allem in der Pflege und der Logistik aber wachse sie.

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erstellt am 07.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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