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DAK-Report : Arbeitnehmer im Kreis Pinneberg nur selten krank

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

DAK präsentiert Zahlen und Hintergründe zu Erkrankungen. Kreis Pinneberg mit geringster Quote im Land.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2017 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Die Arbeitnehmer im Kreis Pinneberg sind so selten krankgeschrieben wie keine anderen in Schleswig-Holstein. Das geht aus dem DAK-Gesundheitsreport 2017 hervor. Mit 3,6 Prozent beziffert die Rate der Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen den geringsten Krankenstand im Land. Der Durchschnitt in Schleswig-Holstein liegt bei 3,9 Prozent. „Damit waren an jedem Tag des Jahres 2016 von 1000 Arbeitnehmern 36 krankgeschrieben“, sagt Thomas Ehlert, Leiter des DAK-Servicezentrums in Pinneberg. Mit 4,5 Prozent wurde der höchste Krankenstand Schleswig-Holsteins in Neumünster verzeichnet.

„Seit 2011 haben wir einen Anstieg der Ausfallzahlen erkennen können. In den vergangenen fünf Jahren stieg der Anteil von 3,1 auf 3,9 Prozent. Der Rückschritt von 0,3 Prozent zum Vorjahr 2015 ist deshalb sehr positiv“, sagt Ehlert.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Kreis Pinneberg zeigt auch die Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. „Erfasst sind allerdings nur ärztlich attestierte Krankmeldungen, die üblicherweise ab einer Fehlzeit von drei Tagen benötigt werden“, erläutert Ehlert. So blieben zwar Ausfallzeiten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle konstant. Sie verursachten allerdings erneut jeden fünften Fehltag und führen mit 20,3 Prozent die Liste der häufigsten Krankheitsursachen an. Platz zwei belegen psychische Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen. Diese machen 18,5 Prozent am gesamten Krankenstand aus. „Bei der letztjährigen Analyse waren psychische Erkrankungen noch als häufigste Ursache genannt worden“, sagt Angelika Roschning vom Fachdienst Gesundheit der Kreisverwaltung Pinneberg. Im Vergleich zum Vorjahr mit 284 psychisch Erkrankten waren es 2016 nur noch 244 – ein Rückgang von 14 Prozent.

Auch Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Sinusitis gingen um 20 Prozent zurück. Bei Verletzungen und Vergiftungen wurden 18 Prozent weniger krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verzeichnet.

„Vor allem Langzeiterkrankungen haben im Kreis Pinneberg zugenommen“, sagt Ehlert. Waren 2015 noch 3,5 Prozent der Arbeitnehmer 43 oder mehr Tage krankgeschrieben, waren es im folgenden Jahr 4,1 Prozent. „Der Anteil an den Arbeitsunfähigkeitstagen der Langzeiterkrankungen ist demnach von 44,8 auf 46,1 Prozent gestiegen“, sagte Roschning.

„Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand im Kreis Pinneberg, sondern schauen darüber hinaus auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen“, erklärt Ehlert. Der Chef der DAK-Gesundheit ergänzt: „Diese Analysen helfen uns, noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanagement oder unserer Telefon-Hotline ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. So wird beispielsweise längeren Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt.“

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