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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 10:15 Uhr

Appens Zukunft ohne Papier

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeindevertreter wollen in den politischen Gremien auf Tablet-PCs umstellen / Einführung zweigleisig / Arbeitskreis geplant

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Hans-Peter Lütje (CDU) hält einen Ordner mit mehreren hundert Seiten Papier in der Hand: „Pro Gemeindevertretung verbrauchen wir 20 Kilogramm Papier.“ Mit dieser Einschätzung möchte der Appener CDU-Fraktionsvorsitzende die Idee eines papierlosen Sitzungsdienstes für die Gemeinde untermauern.

Nach einem Antrag von CDU und SPD sollen die Gemeindevertreter möglichst noch in diesem Jahr mit internetfähigen Tablet-PCs ausgestattet werden und in Zukunft ohne Papier arbeiten. Des Weiteren solle das Bürgerhaus mit einer kabellosen Internetverbindung ausgestattet werden. In der jüngsten Gemeindevertretung haben sich CDU-, SPD- und FDP-Fraktion einstimmig dafür ausgesprochen. Die Umsetzung soll ein Arbeitskreis vorbereiten.

„Wir planen einen sukzessiven Einstieg in die Technik“, so Lütje. Es solle die Wahlmöglichkeit bestehen zwischen Papier und digital. „Es besteht kein Zwang und die Gemeindevertreter sollen Schulungen erhalten“, ergänzt SPD-Fraktionschef Walter Lorenzen.

Lütje und Lorenzen weisen zudem auf die Chance des digitalen Archivs hin. Eine Suche gehe schneller als das Wälzen von Akten. Zudem können durch die Umstellung die Umwelt geschont und Papier-, Druck- und Versandkosten eingespart werden.

„Erfahrungen anderer Gemeinden haben ergeben, dass nach zwei bis drei Jahren die Kosten gedeckt sind“, so Lütje. In Uetersens Gremien wird die papierfreie Zeit nach der Sitzungs-Sommerpause eingeführt. Erwartete Ersparnis bis 2019 beträgt laut der Rosenstädter Verwaltung 180 000 Euro.

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