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Appen: Spitzenleistungen und Brauchtumspflege

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erstellt am 27.Mai.2013 | 01:14 Uhr

APPEN | Dass Militärpfarrer Andreas-Christian Tübler und Schirmherr Rolf Heidenberger einen guten Draht zum Wettergott haben müssen, zeigte sich gestern in der Appener Marseille-Kaserne. Denn: Nicht nur dank eines fast regenlosen Vormittags und milden Temperaturen wurde der 24. Kürwettbewerb im Jagdhornblasen mit Hubertusmesse des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein ein voller Erfolg. "Was hier musikalisch aufgeboten wurde, hat schon Klasse", freute sich Moderator Robert von Ahlen, ehe Heidenberger noch einen drauf setzte. "Wenn 500 Menschen reden, gibt es ein Durcheinander - musizieren sie, entsteht Harmonie." Die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn sagte im Gespräch mit dieser Zeitung: "Im Vordergrund steht die Kür. Sie gibt allen Teilnehmern die Chance, mit selbst gewählten Vorträgen die Jagdmusik zu er- und beleben."

Vierzig Jahre war es her, dass die Kreisjägerschaft Pinneberg Gastgeber eines Landeswettbewerbs im Jagdhornblasen war. Jetzt war es zur großen Freude ihres Vorsitzenden Hans Hewicker wieder mal soweit. Und mehr als 500 Bläser aus Schleswig-Holstein hatten sich neben einigen Gastbläsern aus Hamburg, Niedersachsen, Bayern und Dänemark bereits zur frühen Morgenstunde auf dem festlich hergerichteten und mit gleich zwei Bühnen ausgestatteten Militärgelände eingefunden. Für den Kreis Pinneberg mit von der Partie: Die "Frischlinge" (Jägermarsch Nr. 3, Zum Essen) und "Überläufer" (Auf, auf zum fröhlichen Jagen, Waidmannsheil) der Jugendjagdhornbläsergruppe Holm sowie die Jagdhornbläser aus Tornesch (Altweibersommer, Waldchoral). Sowohl Holms Korpsleiter Detlef Kleinwort als auch Helge Schuldt aus Tornesch waren mit den Leistungen und Platzierungen ihrer Schützlinge sehr zufrieden.

Große Beifallsbekundungen des Publikums ernteten jedoch nicht nur die Bläsergruppen: Auch die Solo-Auftritte in ihren unterschiedlichen Wertungsklassen wussten den sieben Wertungsrichtern in punkto "Tonreinheit und Noten gerechtem Blasen" zu gefallen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein buntes Rahmenprogramm, das von naturkundlichen Spieleangeboten für Kinder über eine Ausstellung des Imkervereins Pinneberg bis hin zu Ständen der "Jugend-Pro-Natur"-Initiative des LJV, dem Wolfsmanagement, Jagdbekleidung oder Vorführungen der Pinneberger Rettungshundestaffel reichte. Ein gemeinsames Abschlusskonzert aller Bläser ließ schließlich "Gänsehaut-Feeling" aufkommen.

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