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Floriansfest : Appen feiert die helfenden Hände

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeinde ehrt den Schutzpatron der Feuerwehrleute. Große Feier rund um das Bürgerhaus.

von
erstellt am 13.Jun.2017 | 15:00 Uhr

Pinneberg | „Was tun, wenn man ein brennendes Bauernhaus vor sich sieht und kein Handy zur Verfügung hat?“, fragte Pastor Frank Schüler im Bürgerhaus in Appen. In dieser misslichen Situation habe sich nämlich der Heilige Florian befunden vor rund 1300 Jahren. So jedenfalls begann der Pastor die Geschichte in seiner Predigt zum Florianstag. Einen Bottich voller Wasser habe er ergriffen und ruckzuck war der Brand gelöscht. Der weit verbreitete Spruch, „Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus / Zünd’ and’re an“, ist wohl nur eine böswillige Unterstellung, denn dass der Heilige auch gezündelt hat, ist nirgends überliefert.

Appens Feuerwehrfrauen und Männer hatten sich zum Floriansfest am Sonntag in Ausgehuniform versammelt. Kein Stuhl blieb frei. Dann eröffnete der Spielmannszug der Feuerwehr den Gottesdienst. Dem Pastor ging es in seiner Predigt hauptsächlich darum, die Vorbildqualität des Heiligen aufzuzeigen. Denn, so sagte Schüler, Florian habe den brennenden österreichischen Hof sicherlich nicht allein gelöscht, vielmehr habe sein beherztes Zupacken andere Dorfbewohner zum Mitmachen inspiriert. „Das war vielleicht die Geburtsstunde der ersten Freiwilligen Feuer“, folgerte der Geistliche.

Genügend helfende Hände für die vielen Gemeinschaftsaufgaben zusammenzubringen, das sei gerade heutzutage eine Herausforderung für alle, die sich ehrenamtlich engagieren, stellte Schüler fest und wünschte der Feuerwehr wie auch dem Deutschen Roten Kreuz weiterhin Erfolg in der Jugendarbeit, ohne die es keinen Nachwuchs geben könne. Die Gottesdienst-Kollekte sollte diese Arbeit fördern. 856,78 Euro kamen in den Helmen der sammelnden Jugendfeuerwehr-Mädchen und Jungen zusammen.

Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das festliche Treiben auf die Wiese hinter dem Bürgerhaus. Lange Tische, Bänke und einige Zelte waren aufgebaut. Es gab zu essen und zu trinken und allerhand Spiele für Kinder. Dazu gehörten Feuerwehrwagen-Fahren und das beliebte Feuerwehr-Wagen-Wettziehen um den St. Florian-Pokal. Den Sieg heimste die Jugendfeuerwehr ein.

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