Appen ärgert sich über Müllsünder

Appens Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak hofft, dass der „Runde Tisch die verhärteten Fronten aufweicht.
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Appens Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak hofft, dass der „Runde Tisch die verhärteten Fronten aufweicht.

Illegale Abfälle: Frevlern drohen satte Bußgelder

shz.de von
16. Januar 2014, 16:00 Uhr

Alte Fliesen, Laminat, etliche mit Abfall gefüllte Säcke und sogar eine Waschmaschine – der Appener See war vor kurzem wieder einmal zur Müllhalde geworden. Beseitigt werden mussten die illegal entsorgten Abfälle vom Appener Bauhof. Laut Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (Foto, CDU) kein Einzelfall.


Abladen in der Abgeschiedenheit


„Das passiert leider häufiger“, berichtet Banaschak. Die Stille und Abgeschiedenheit am Appener See und in der Feldmark werde von Umweltsündern genutzt, um ihren Müll loszuwerden. Um die Reinigung müsse sich dann meistens der Bauhof kümmern. Der Bürgermeister schätzt, dass dadurch für die Gemeinde pro Jahr Kosten in vierstelliger Höhe entstehen. Unabhängig davon sei es nicht nachvollziehbar, dass die Natur so rücksichtlos verschmutzt werde. Banaschak setzt darauf, dass die Appener Bürger sich an ihn oder an das Amt Moorrege wenden, wenn sie jemanden beim illegalen Abladen seines Mülls beobachten.

Auch beim zuständigen Ordnungsamt des Amts Moorrege stößt die rücksichtslose Verschmutzung auf kein Verständnis. Schließlich könnten die Abfälle kostenlos entsorgt werden, wenn sie zur Deponie gebracht würden. Deshalb gebe es gar keinen Grund, alte Sachen einfach irgendwo abzuladen. Zumal das teuer werden könnte. Das Amt erklärte, dass überführte Müllsünder den Abtransport des Mülls bezahlen müssen und dazu noch ein saftiges Bußgeld verhängt wird. Das könnte demnächst den aktuellen „Entsorgern“ drohen. Sie haben ungeschickterweise Abfälle hinterlassen, auf denen Adressen vermerkt waren.

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