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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 13:06 Uhr

Barmstedt : Anwohner wollen Raser ausbremsen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Am Jittkamp soll Aufpflasterung im Kurvenbereich soll den Verkehr beruhigen. Von April bis September wird hier gebaut.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Erst haben die Stadtwerke Glasfaserkabel verlegt, wenig später die Rohwasserleitung. Jetzt soll der Jittkamp zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit aufgerissen werden: 2014 will der Abwasserzweckverband (Azv) die maroden Regen- und Schmutzwasserleitungen sanieren. Die Stadt will die Gelegenheit nutzen und den Jittkamp komplett ausbauen. Die Anwohner sind davon wenig begeistert. „Die Fahrbahn ist doch noch gut. Da sind nur ein, zwei Schlaglöcher drin“, bemerkten sie während des Infoabends, zu dem die Verwaltung eingeladen hatte.

Es sei für die Anwohner günstiger, wenn der Jittkamp jetzt ausgebaut werden, erklärte Dirk Rennekamp (Verwaltung). „Sie hat ihre Lebensdauer erreicht. Wenn wir jetzt nichts machen, ist sie in fünf Jahren kaputt – und dann zahlen Sie den Ausbau allein.“ So werde der azv 30 Prozent der Gesamtkosten (voraussichtlich 250 000 Euro) zahlen. 75 Prozent der Restsumme wird auf die Anlieger umgelegt. „Das werden sechs, sieben Euro pro Quadratmeter Grundstück sein“, sagte Peter Knaak (Verwaltung).

Durch den Ausbau wird der Jittkamp sein Erscheinungsbild verändern. Der Gehweg auf der westlichen Seite soll rot, der Gehweg auf der östlichen Seite dagegen gar nicht mehr gepflastert werden.

Ein Schild allein reicht nicht aus

Außerdem wünschen sich die Anwohner in Höhe der Kurve vor der Hausnummer 8 eine Aufpflasterung, um rasante Autofahrer zu bremsen. „Das ist eine echt gefährliche Ecke dort, weil sie schlecht einzusehen und eng ist, wenn Autos am Rand parken“, sagte Hauke Kortum. Ein Tempo-30-Schild allein reiche als Warnung nicht aus, meinte er. „Wer nicht weiß, dass es hier Kinder, Katzen und Hunde gibt, brettert hier trotzdem mit 50 durch.“ Er werde den Wunsch nach dem „Hubbel“ der Politik vortragen, sagte Rennekamp. „Und ich wüsste nicht, was dagegen spricht.“ In einer Tempo-30-Zone sei eine Aufplasterung generell möglich. Wie teuer sie wäre, konnte er gestern auf Anfrage unserer Zeitung nicht sagen.

Die Frage der Anwohner, wo sie parken sollen, wenn sie während der von April bis September dauernden Arbeiten nicht auf ihr Grundstück kommen, konnte Rennekamp nicht zu ihrer Zufriedenheit beantworten. „Die Stadt kann dafür keine extra Flächen ausweisen“, sagt er. Da die umliegenden Straßen ebenfalls ziemlich dicht geparkt seien, „werden Sie gegebenenfalls etwas weiter laufen müssen“. Es seien aber erfahrungsgemäß nur wenige Tage, an denen ein Grundstück nicht erreichbar sei. „Die Baufirmen machen da einiges möglich.“

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