Rellingen : Ansturm auf den Fair-Trade-Markt

RTV-Geschäftsführerin Andrea Roding präsentierte während der Modenschau ein Brautkleid.
1 von 2
RTV-Geschäftsführerin Andrea Roding präsentierte während der Modenschau ein Brautkleid.

Schmidt-Schaller-Halle in Rellingen: Modenschau, Cafeteria und soziale Aktionen sorgen für zufriedene Gäste. 7000 Euro Erlös.

shz.de von
16. Februar 2015, 14:00 Uhr

Rellingen | Beim zwölften Rellinger Frauen-Kleidermarkt zählten die Veranstalter bereits nach der ersten Viertelstunde 180 Besucherinnen. Mit prall gefüllten Taschen zogen viele von dannen. „Ich bin fündig geworden und vom Angebot begeistert“, bilanzierte Besucherin Heidi Bojahr aus Pinneberg.

Der Erlös wird eingesetzt, um die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiterinnen in den Produktionsländern Bangladesch und Indien zu verbessern. Besucherin Petra Heikling aus Rellingen schaute erstmals vorbei. „Ich finde die Veranstaltung sehr gut, weil sie nachhaltig ist und der Erlös Drittländern zu gute kommt“, lobte die Waldorflehrerin. Beim Kleidermarkt werde das Bewusstsein gestärkt, Kleider weitergeben zu können .

Die Pinnebergerinnen Viola Remischke und Sabine Jacobsen freuten sich, „hier etwas für jede Altersgruppe zu finden“ und lobten die abwechslungsreiche Modenschau. Darüber hinaus gab es weitere soziale Aktionen. Beispielsweise gelang es, Kleidung für ein Pflegeheim in Hamburg zu spenden. Kunden der Pinneberger Tafel, Flüchtlingsfrauen und Bewohnerinnen der Frauenhäuser durften sich Lieblingsteile aussuchen.

Zahlreiche Helferinnen wie Hilde Dalldorf vom „Eine Welt Laden“ und Ilona Schadendorf sicherten den reibungslosen Ablauf. Besucher kauften Reis, Kakao, Gewürze und Schokolade, aber auch Ledertaschen sowie Kunst aus Ländern wie Tansania, Sri Lanka, Vietnam und Mexiko.

Das Projekt „FairSchnitt – Studieren für eine sozialgerechte Modeindustrie“ profitiert ebenfalls vom Kleidermarkt. Während des Studiums werden auch Rechte von Nähern in den Zuliefererbetrieben, Sozial-und Umweltstandards sowie Unternehmensverantwortung thematisiert. Einige „FairSchnitt“-Studentinnen suchten sich Kleidungsstücke heraus, um hieraus eine Kollektion zu präsentieren. Des Weiteren profitiert das Unternehmen Femnet: Lokale Frauenorganisationen und Gewerkschaften informieren hier unter anderem Näherinnen über ihre Rechte. Der Erlös des Marktes betrug 7000 Euro, diese kommen den Organisationen zugute.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen