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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 22:35 Uhr

Ansturm auf das Gymnasium

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Halstenbek: Wolfgang-Borchert-Gymnasium muss 2016/2017 sechszügig fahren / Schulleitung überlegt Strategie der Begrenzung

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 16:00 Uhr

154 Schüler – soviel wie nie wollen zum neuen Schuljahr 2016/2017 ans renommierte Halstenbeker Wolfgang-Borchert-Gymnasium. Schulleiter Veit Poeschel und sein Kollegium sind stolz auf den Anmeldungsrekord. Sie wissen, das neue Gebäude am Bickbargen, im August 2015 für 21          Millionen Euro eingeweiht, sowie das bewährte Lehr- und Lernkonzept sind ein Magnet. Doch die Pädagogen wissen auch: Die notwendige Sechszügigkeit muss eine Ausnahme bleiben.

Poeschel, als Nachfolger von Karsten Schneegaß seit 1. Februar im Amt, hat eine riesige Verantwortung vor der Brust. Der Mathematik- und Physiklehrer – gewohnt, mit Zahlen zu jonglieren – muss abwägen: „Wir machen das in diesem Jahr. Aber mit Vorbehalt.“ Zum Vergleich: Für das Schuljahr 2015/2016 meldeten sich 133 Schüler für den fünften Jahrgang an. Immerhin eine Klasse weniger.

Der Pädagoge muss – und das weiß er nur zu genau – perspektivisch denken. Er weiß, das neue, hochmoderne WoBo-Gebäude mit Strahlkraft über die Grenzen des Kreises Pinneberg hinaus – sprich in Richtung Hamburg – ist für eine Vierzügigkeit geplant und gebaut. Er und sein Team wollen es in jedem Fall vermeiden, dass – bedingt durch die hohe Schülerzahl – Fachräume zugunsten von Klassenräumen aufgegeben werden müssen.

So schwer es Poeschel fällt: Gegenüber dieser Zeitung nennt er einen Zeitplan für seine Strategie: „Im Herbst müssen Gespräche mit der Gemeinde Halstenbek sowie dem Bildungsministerium in Kiel geführt werden, dass für das Schuljahr 2017/2018 ein Riegel nach einer gewissen Anmeldezahl vorgeschoben werden muss.“

Das wurde laut Poeschel noch in diesem Frühjahr während der Anmeldungsphase tunlichst vermieden. Man habe nicht den Eindruck nach außen vermitteln wollen, dass es sich nicht lohne, sich am WoBo um einen Platz zu bemühen. Nach dem Motto: Klappt ja eh nicht.

Im ablaufenden Schuljahr werden die Jahrgänge G8 und G9 gemeinsam verabschiedet. Dadurch, so Poeschel, würde für das kommende Schuljahr Platz frei werden. Mit der angestrebten Strategie – Begrenzung im erträglichen Rahmen – erhofft sich Poeschel, dass künftig Jahrgangsstärke und Raumangebot ausgewogen gegenüberstehen.

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