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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 06:46 Uhr

Straßenbau : Anlieger werden zur Kasse gebeten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In Kummerfeld müssen sich Bundesstraßen-Anlieger an Straßenbaumaßnahmen beteiligen. Beginn sollen die Arbeiten im Juni.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Kummerfeld | Der Geh- und Radweg sowie die Regenwasserleitungen der Kummerfelder Bundesstraße (Ostseite) werden erneuert. Die Anlieger beider Straßenseiten müssen sich laut der Straßenbaubeitragssatzung der Gemeinde an den Kosten beteiligen. Auf einer Infoveranstaltung am Dienstagabend im Meinkenhof präsentierte die Gemeinde die Höhe der zu erwartenden Anteile der 560.000 Euro teuren Baumaßnahme. Das Projekt sei nicht aufzuschieben, erläutert Bürgermeisterin Erika Koll (SPD): „Wir können die Augen nicht verschließen, es gibt Mängel.“

Das Vorhaben ist ein gemeinsames Projekt des Kreises Pinneberg und Kummerfelds. Der Kreis plant, den Asphalt des Weges zu erneuern. Die darunter liegenden Regenwasserleitungen fallen in die Zuständigkeit Kummerfelds. „Eine Überprüfung ergab, dass 50 bis 60 Prozent der Hausanschlussleitungen sanierungsbedürftig sind“, berichtete Kai-Uwe Möhler vom Ingenieurbüro IBB. Die Kosten für die Strecke von 1275 Metern durch die gesamte Ortschaft tragen der Kreis beziehungsweise die Gemeinde.

An der Erneuerung der Straßenentwässerung hingegen werden die Anlieger zu 55 Prozent beteiligt. Die voraussichtlichen Kosten betragen 139.000 Euro, auf die Bürger sollen 62.500 Euro umgelegt werden. Laut Koll sind etwa 80 Anlieger betroffen. Reimer Steenbock, Verbandsdirektor von der Gesellschaft für Kommunalberatung und Kommunalentwicklung (Gekom) vermittelte den etwa 50 anwesenden Kummerfeldern die Berechnungsgrundlage. Diese beziehe sich auf die sogenannte Beitragsfläche, die sich aus Faktoren wie Größe, Bebauung und Nutzung der Grundstücke ergebe. Laut Gekom kommt ein geschätzter Wert von 47 Cent pro Quadratmeter zustande. Ein privat genutztes 800-Quadratmeter-Grundstück mit zwei Vollgeschossen mit 200 Quadratmetern liegt bei etwa 500 Euro Beteiligung, so Steenbock.

Der Start der etwa viermonatigen Baumaßnahme ist für Juni geplant. Das Projekt ist laut Möhler in drei Abschnitte unterteilt. Die Zufahrt auf die Grundstücke bliebe aber bestehen. Einschränkungen gebe es nur, wenn direkt davor gearbeitet werde. Vorab, im Mai, verlegt die Deutsche Telekom Breitbandleitungen auf der Strecke. Der Asphalt des Gehweges soll dafür nur punktuell geöffnet werden.

Übrigens: Die Erneuerung des Geh- und Radwegs auf der Westseite aus dem Jahr 2011 steht laut Steenbock „unmittelbar vor der Abrechnung“. Eine Aussage, ob die damals geschätzten Kosten pro Quadratmeter von 1,03 Euro höher oder niedriger ausfallen, machte der Gekom-Verbandsdirektor nicht.
 

In der Straßenbeitragssatzung einer Gemeinde ist festgelegt in welcher Höhe Anlieger an Baukosten beteiligt werden. Dieser prozentuale Anteil ergibt sich aus der Bewertung der Straßen. Bei der Bundesstraße handelt es sich um eine Hauptverkehrsstraße  da liegt die Beteiligung in Kummerfeld bei der Erneuerung von Entwässerungeinrichtungen bei 55 Prozent. Dieser Anteil kann auch höher sein: In einer Anliegerstraße liegt der Anteil bei 75 Prozent. Die Satzung ist auf der Internetseite des Amtes Pinnau unter Kummerfelder Ortsrecht einsehbar.
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