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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 00:27 Uhr

Tornesch : Anlieger fürchten hohe Kosten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bauausschussmitglieder stimmen erstem Entwurf für Neubau von Norder- und Schwennesenstraße zu.

Die vorhandenen Stühle reichten nicht aus, zu groß war der Andrang bei der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses in Tornesch am Montagabend. Zirka 70 Besucher hatten sich im Sitzungssaal des Rathauses eingefunden. Die meisten interessierten sich für den geplanten Neubau der Norder- und der Schwennesenstraße. Grund: Die Anlieger sollen an den Kosten beteiligt werden. Viele befürchten eine enorme finanzielle Belastung.

Zum Hintergrund: Der Tornescher Abwasserbetrieb plant, im kommenden Jahr sowohl in der Schwennesen- als auch in der Norderstraße die Kanalisation zu erneuern. In beiden Fällen sind die Schmutzwasserbereiche sanierungsbedürftig, heißt es im Sachbericht der Verwaltung. Hinzu komme, dass der Bereich Regenwasser nicht mehr den heutigen Anforderungen genüge. Ein Gutachter hat zudem den Fahrbahnbelag unter die Lupe genommen. Dieser weise in beiden Fällen Risse auf. Eine geforderte Asphalt-Mindestdicke von zwölf Zentimetern werde ebenfalls unterschritten. Entsprechend schlägt die Verwaltung einen kompletten Neubau der Straßenzüge vor. Die Kosten: Zirka 1,5 Millionen Euro für die Norderstraße und 558 000 Euro für die Schwennesenstraße. Dabei sind nur die umlagefähigen Kosten für Regenwasserkanal und Straße berücksichtigt. Was das konkret für die Anlieger bedeutet, konnte Sylvia Köhn vom Bau- und Planungsamt am Montagabend noch nicht sagen.

Die Anlieger sparten nicht mit Kritik an dem Vorhaben. So verwies eine Dame darauf, dass in der Vergangenheit regelmäßig Baustellenverkehr durch die Schwennesenstraße gefahren sei, was zu Rissen geführt habe. „Die Straße ist missbraucht worden“, so die Anliegerin. Auch den grundsätzlichen Sanierungsbedarf des Straßenbelags bestritten einige der Anwesenden. So sei die Norderstraße lediglich punktuell schlecht, nicht durchgehend.

Kommunalpolitiker wie auch Verwaltung nahmen die Fragen und Kritikpunkte auf. Sylvia Köhn sagte: „Es ist definitiv noch nichts festgezurrt.“ Und Ausschussvorsitzender Henry Stümer (CDU) ergänzte: „Wir beschließen heute lediglich, dass wir ein Verfahren in Gang setzen.“ Jeder habe die Möglichkeit, Sorgen, Anregungen und Vorschläge einzureichen, die dann im Rahmen der Anwohnerbeteiligung berücksichtigt würden.

Einstimmig nahmen die Ausschussmitglieder schließlich die vorgestellte Entwurfsplanung an. Im nächsten Schritt folgt nun eine Info-Veranstaltung für die Bürger, die im November stattfinden soll. An dieser soll auch Bürgermeister Roland Krügel (CDU) teilnehmen. Stümer: „Wir wollen eine Lösung, mit der alle zufrieden sind, vor allem die Anwohner.“

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erstellt am 23.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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