zur Navigation springen

Kummerfeld und Elmshorn : Angst vor den Einbrecher-Codes

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kriminalität Menschen in der Region beunruhigt über Gaunerzinken an Hauswänden und Auffahrten.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Kummerfeld/Elmshorn | Weiße Kieselsteine werden in Kummerfelder Hofeinfahrten platziert, lohnenswerte Immobilien in Elmshorn mit Gaunerzinken markiert: Die Verunsicherung in der Bevölkerung in der Region ist groß. In Kummerfeld sind in den vergangenen Wochen zwei Männer gesehen worden, die Hofeinfahrten markiert haben sollen. Die Warnung darüber kursiert derzeit in sozialen Netzwerken. Marcel Weckwert aus Kummerfeld hat die Steine nach einem Tipp von seiner Nachbarin entdeckt. Mehrfach habe der 26-Jährige zwei unbekannte Männer in der Straße gesehen. Seine Warnung bei Facebook wurde mehr als 500-mal weiterverbreitet. „Ich hatte so ein unwohles Gefühl. Irgendwie kam mir das komisch vor“, sagt er. Es sei weiterhin unklar, wer die Steine platziert hat. „Einige vermuten, dass Kinder sie dort hingelegt haben. Es leben aber keine Kinder in der direkten Nachbarschaft“, sagt Weckwert. Die Polizei habe die Hinweise vor Ort aufgenommen.

Vor Kurzem gab es zudem eine Häufung von Kreidezeichen an Gebäuden in Klein-Offenseth-Sparrieshoop sowie in Kölln-Reisiek. Dazu kommen drei Fälle in einem Neubaugebiet in Elmshorn.

Markieren Gauner dort ihre künftigen Reviere? Derartige Berichte über Gaunerzinken machen immer wieder die Runde, berichtet Polizeisprecher Nico Möller. „Die Menschen sind stärker sensibilisiert und beobachten ihre Umgebung. Wir bekommen sehr viele Hinweise. Wer unbekannte Autos oder Besucher bemerkt, meldet dies schneller der Polizei.“ Allerdings gibt er auch Entwarnung: Dass solche Markierungen in der Vergangenheit zu Einbrüchen oder Diebstählen geführt hätten, sei nicht der Fall. Er sagt: „Es konnte nie ein Zusammenhang zwischen Gaunerzinken und Einbrüchen festgestellt werden.“

Möller rät dennoch, auffällige Personen und Markierungen bei der örtlichen Polizeistelle zu melden. Jedem Hinweis werde nachgegangen. Auch das Fotografieren sei sinnvoll. Anschließend sollten Kreidezeichen zügig weggewischt werden, rät die Polizei. Denn auch wenn bisher keine Tatzusammenhänge bekannt sind: „Sicher ist sicher.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen