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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 20:21 Uhr

Pinneberg : Angst vor Abbau von 35 Kita-Plätzen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kindertagesstätte Waldstraße: Eltern protestieren gegen eine drohende Gruppen-Schließung. Politik vertagt Entscheidung.

von
erstellt am 13.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Die Stadt Pinneberg kommt nicht zur Ruhe: Während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses am Mittwochabend stürmten Eltern und Erzieher des Vereins Kita Waldstraße das Rockville-Zimmer, um ihrem Ärger Luft zu machen. Sie befürchten den Abbau von 35 Kita-Plätzen. Es droht unter anderem die Schließung der Gruppe Vorstadt-Krokodile an der Mühlenstraße.

Im Wesentlichen geht es um die Berechnungsschlüssel: Helga Grüne-Ostmeier, Leiterin der Kita Waldstraße, hatte unter anderem den Antrag gestellt, zwei Halbtagsgruppen zusammenzulegen. Nach Berechnungen der Stadt würden dann allerdings 35    Kitaplätze wegfallen.

Das bezweifeln die Eltern und Grüne-Ostmeier. „Wie kann es sein, dass der Verwaltung nicht valide Zahlen vorliegen? Wir haben keine Leerstände“, sagte Grüne-Ostmeier. Die Plätze der Einrichtung seien voll belegt. Auch für die Zukunft.

Eltern und Leitung befürchten nun, dass die Gruppen auseinandergerissen und die Kinder auf andere Kitas verteilt werden. „Man nimmt uns etwas, was seit langem gut läuft“, sagte Grüne-Ostmeier.

Eltern und Grüne-Ostmeier drängten im Ausschuss auf eine sofortige Entscheidung der Politik, um Planungssicherheit zu haben. Doch der Forderung kamen die Stadtvertreter nicht nach, da der Antrag der Kita kurzfristig eingereicht wurde.

Sowohl Bernd Hinrichs (CDU) als auch Dieter Tietz (SPD) versprachen, das Thema interfraktionell zu beraten. Am 11. März soll darüber im Bildungsausschuss abgestimmt werden. Tietz gab aber auch zu bedenken, dass man nicht allen Ansprüchen gerecht werden könne.

„Der Antrag ist so spät gekommen, dass es für die Vorbereitung in der Verwaltung und die Beratung in der Politik zu wenig Raum gibt“, erläuterte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Während der Sitzung wurde immer wieder auf das besondere pädagogische Konzept der Kindertagesstätte Waldstraße hingewiesen, das auch auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingeht. Sollte es keine positive Entscheidung geben, müssten sich Markus und Regina Schmidt für ihren Sohn nach einer anderen Kita umgucken: „Unser fünfjähriger Sohn ist hochbegabt und er würde dann mit dreijährigen Kindern in einer Gruppe sein. Wir wollen ihn aber nicht unterfordern“, sagte Regina Schmidt.

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