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Tierschutzverein Pinneberg : Angebliche Strafanzeige: Ex-Schatzmeisterin greift in die Vereinskasse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

60.000 Euro sollen veruntreut worden sein. Der Pinneberger Tierschutzverein räumt den Vorfall ein. Es soll Strafanzeige erstattet worden sein.

Pinneberg | Pinnebergs Tierschutzverein wird von einem Skandal erschüttert. Eine ehemalige Kassenwartin soll zwischen 2004 und 2011 mehrfach in die Vereinskasse gegriffen und insgesamt mehr als 60.000 Euro veruntreut haben. Klaus Panzer, der von 2014 bis 2015 stellvertretender Vorsitzender des Vereins war, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Vorstand.

„Der Fall  wurde vertuscht und verschleiert.“ Er schließt nicht aus, dass auch Bilanzen gefälscht worden seien. Der Griff in die Vereinskasse wurde laut Panzer am vergangenen Montag während der Jahreshauptversammlung erstmals öffentlich. Laut Panzer hat ein Vereinsmitglied bei der Kripo Pinneberg inzwischen Strafanzeige erstattet. Es gehe um Unterschlagung, Veruntreuung von Vereinsgeldern und Betrug. Er fordert eine lückenlose Aufklärung der Affäre.

Für Peter Dorendorf, Sprecher des Tierschutzvereins, und Brigitte Meier, die am Montag zur neuen Vereinsvorsitzenden gewählt worden ist, gibt es überhaupt nichts aufzuklären. Dass in die Vereinskasse gegriffen worden ist, räumt er ein. Der Vorstand und auch Panzer seien seit langem über den Fall informiert gewesen. „2011 ist die Veruntreuung festgestellt worden. Wir haben mit der ehemaligen Kassenwartin eine vertragliche Rückzahlungsvereinbarung  getroffen. Dazu hat uns ein Anwalt geraten“, sagt  Dorendorf. Ansonsten hätte sie ihren Job verloren und das Geld nicht zurückzahlen können. Auch der Landesverband Deutscher Tierschutzbund habe dem Vorstand bestätigt, alles richtig gemacht zu haben. Laut Dorendorf und Meier seien bereits etwa 40.000 Euro zurückgezahlt worden.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 10:00 Uhr

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