Kummerfeld : Andrang auf die neue Schule

SPD-Runde in Kummerfeld: Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann (v. l.), Bürgermeisterin Erika Koll, Fraktionsvorsitzender Uwe Hanspach und Ortsvereinsvorsitzender Peter Koll.
SPD-Runde in Kummerfeld: Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann (v. l.), Bürgermeisterin Erika Koll, Fraktionsvorsitzender Uwe Hanspach und Ortsvereinsvorsitzender Peter Koll.

Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann zu Besuch bei der Kummerfelder SPD.

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30. Juli 2014, 16:00 Uhr

Kummerfeld | Im Wahljahr 2013 hatte Ernst Dieter Rossmann seine Ziele höher gesteckt. Im Sommer besuchte der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete alle Gemeinden seines Wahlkreises. „In diesem Jahr beschränke ich mich auf die SPD-geführten Gemeinden“, sagte Rossmann gestern bei seinem Besuch in Kummerfeld. Deshalb sollten sich die „konservativ geführten“ aber nicht zurückgesetzt fühlen, fügte er scherzhaft hinzu.

Im Gemeindebüro der Alten Grundschule saß der Elmshorner Politiker mit Bürgermeisterin Erika Koll, dem Ortsvereinsvorsitzenden Peter Koll und dem Fraktionsvorsitzenden Uwe Hanspach zusammen und ließ sich über Kummerfelder Themen ins Bild setzen.

Als Bildungspolitiker habe ihn vor allem die Frage interessiert, so Rossmann im Pressegespräch, ob sich die Erwartungen bezüglich der neuen gemeinsamen Grundschule und Kita von Kummerfeld und Prisdorf erfüllt hätten. Das bestätigte Erika Koll: „Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat es sich gut zusammengelebt. Es sind nicht mehr hier die Kummerfelder, da die Prisdorfer.“ Wie gut die Kummerfelder Schule angenommen würde, zeige sich auch an der Zahl der Anmeldungen. Für das neue Schuljahr seien es allein 58 Erstklässler. Anfragen aus Pinneberg-Nord und Ellerhoop hätten sogar abgelehnt werden müssen.

Rossmann betonte, dass es besonders wichtig sei, „frühkindliche Bildung zu verknüpfen, so wie hier mit kurzen Wegen“. Dabei bezog er sich auf die schulinterne Kita für Kinder im Vorschulalter, für die es laut Hanspach „verstärkt Anmeldungen aus Prisdorf“ gibt. Für das an die Schule angrenzende Neubaugebiet in Kummerfeld, dessen Erschließung laut Erika Koll begonnen hat, bestehe großes Interesse, so Hans-pach. 40 Bauplätze stünden dort zur Verfügung. „Für eine Gemeinde dieser Größe keine ganz kleine Zahl“, befand Rossmann.

An anderer Stelle hapert es in Kummerfeld allerdings mit dem Wohnraum, wie aus dem Gespräch hervorging. „Wir haben diverse Neubaugebiete ausgewiesen, aber die Einwohnerzahl stagniert. Das liegt daran, dass viele Jüngere wegziehen“, erläuterte Hanspach und ergänzte: „Wir stellen Überlegungen an, wie wir Wohnraum günstig anbieten können.“

Rossmann erinnerte daran, wie wichtig es sei, einen guten Anschluss an das Internet zu bieten. Das sei in Kummerfeld der Fall, wie Hanspach versicherte. 99 Prozent aller privaten Haushalte könnten über eine DSL-Geschwindigkeit von zwei Mbit pro Sekunde verfügen. „Damit heben wir uns von anderen Gemeinden ab“, so Hanspach.

Auch die Nutzung der alten Schule, die Bürger derzeit für Veranstaltungen mieten können, war ein Thema. „Wir wollen das Gebäude halten und es als Begegnungsstätte nutzen“, bekräftige Erika Koll. „2014 nutzen wir noch, um die Möglichkeiten zu eruieren.“

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