Vorerst kein Erweiterungsbau : Anbau der Peter-Lunding-Schule in Hasloh derzeit nicht finanzierbar

Der Neubau auf der rechten Seite sollte optisch dem Seitenflügel auf der linken Seite gleichen. Jetzt liegen die Pläne auf Eis.
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Der Neubau auf der rechten Seite sollte optisch dem Seitenflügel auf der linken Seite gleichen. Jetzt liegen die Pläne auf Eis.

Seitens der Behörde wurde die Frage aufgeworfen, „ob die Gemeinde Hasloh sich weitere Investitionen leisten kann“ – was offenbar nicht der Fall ist.

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09. Juli 2015, 10:00 Uhr

Hasloh | Nach einem Abstimmungsgespräch mit der Kommunalaufsicht des Kreises Pinneberg mit der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft und der Gemeinde Hasloh liegt seit Dienstag eine neue Beschlussvorlage in Sachen Peter-Lunding-Schule vor. Beraten wird diese während der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, 15. Juli, ab 19.30 Uhr im Schulungsraum der Feuerwehr, Kieler Straße 38.

„Die Gemeindevertretung beschließt, die Errichtung des Erweiterungsbaus unter Berücksichtigung der Haushaltssituation bis auf Weiteres auszusetzen“, lautet der Vorschlag der Verwaltung.

Des Weiteren soll die Projektleitung beauftragt werden, gemeinsam mit den beteiligten Ingenieuren und Architekten eine „Überplanung des Bestandsgebäudes“ vorzunehmen und die Ergebnisse im September vorzulegen. Anschließend sollen die finanziellen Mittel in einem zweiten Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

In der Erläuterung des Sachverhalts ist das Ergebnis des Gesprächs mit der Kommunalaufsicht wiedergegeben. So wurde seitens der Behörde die Frage aufgeworfen, „ob die Gemeinde Hasloh sich weitere Investitionen leisten kann“ – was offenbar nicht der Fall ist. „Die Zukunft mit den anstehenden Investitionen wird als sehr kritisch eingestuft“, so die Bewertung der Kommunalaufsicht.

In vorhandene Räume investieren

Für die Nachmittagsbetreuung sieht die Aufsicht „keine rechtliche und faktische Notwendigkeit“ für einen Anbau an das Schulgebäude. Als „notwendig“ wird jedoch angesehen, in die vorhandenen Räume zu investieren, um einen Betrieb als Offene Ganztagsschule zu ermöglichen. Diese dürfen sich allerdings nur in dem Rahmen bewegen, der „zwingend erforderlich“ ist.

Bevor jedoch der Nachtragshaushalt genehmigt werden kann, muss die Gemeinde darlegen, warum welche Maßnahmen erforderlich sind. Angefordert wird von der Kommunalaufsicht auch eine Analyse und Prognose der Schülerzahlen. Diese liegt bereits vor (siehe Info-Kasten).

Erneut weist die Behörde darauf hin, dass für den geplanten zweiten Bauabschnitt der Neuen Mitte eine „aussagekräftige Wirtschaftsbetrachtung inklusive möglicher Alternativen“ beigebracht werden muss, wenn diese Maßnahme zur Finanzierung der Investitionen in die Schule herangezogen werden soll.

Doppelnutzung der Klassenräume ist machbar

Schulleiterin Julia Fietz zeigte sich im Gespräch mit dem Quickborner Tageblatt wenig überrascht darüber, dass in nächster Zeit nicht mit einem Anbau zu rechnen ist. „Dennoch sehe ich es als eine gesellschaftliche Notwendigkeit an, Nachmittagsbetreuung anzubieten“, betont sie. Diese müsse jedoch pädagogisch wertvoll statt bloße Aufbewahrung sein. „Ich setze alles daran, Offene Ganztagsschule zu werden“, bekräftigt die Schulleiterin.

Die Fragen wie, wo und was möglich sei, müssten jetzt geklärt werden. „Natürlich ist eine Doppelnutzung der Klassenräume machbar – aber schön ist es nicht“, sagte Fietz. Hauptproblem sei indes die Mensa. Ein möglicher Lösungsansatz sei hier, im Zwei- oder Drei-Schicht-System zu essen. „Ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen“, sagte Fietz zuversichtlich.

Für die kommenden sechs Schuljahre liegen die Zahlen vor. Dabei wird in der ersten Prognose davon ausgegangen, dass keine weiteren Wohngebiete ausgewiesen werden. Die Ziffer in Klammern geht von einem Wachstum von zwei Prozent aufgrund zusätzlich geschaffenen Wohnraums aus.
Schuljahr 2015/16: 131 (135) Schüler ; Schuljahr 2016/17: 141 (148) Schüler; Schuljahr 2017/18: 150 (162) Schüler; Schuljahr 2018/19: 161 (178) Schüler, Schuljahr 2019/20: 148 (167) Schüler; Schuljahr 2020/21: 145 (167) Schüler.
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