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Amt Pinnau : Amtsumlage für die Gemeinden steigt an

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Aus dem Finanz- und Personalausschuss: Pensionsrückstellungen sind erneut in der Diskussion.

von
erstellt am 02.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Rellingen | Es war der erste Entwurf des Haushaltsplans für das Amt Pinnau, den Verwaltungsmitarbeiterin Barbara Beckmann am Montagabend im Finanz- und Personalausschuss vorstellte. „Wir haben ein neues Unterkonto angelegt, um die Kosten für die Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern auf einen Blick transparent darstellen zu können“, erläuterte Beckmann. Und fügte hinzu: „Die Zahlen können nur geschätzt sein – keiner von uns weiß, wie viele Flüchtlinge tatsächlich im kommenden Jahr zu uns kommen werden.“

Abgesehen davon sei erst nach Festlegung der Zahlen bekannt geworden, dass die Integrationspauschale zum Jahreswechsel auf 1000 Euro pro Person und im März auf 2000 Euro ansteigen werde. Dies werde eingearbeitet.

Für eine ganz erhebliche Steigerung der Belastungen für die Gemeinde sorgten indes die Pensionsrückstellungen. „Das ist Geld, das für Beamte zurückgelegt wird, um später deren Pension bezahlen zu können“, erläuterte Beckmann. Im Amtshaushalt stelle dieser Betrag einen Aufwand dar und verschlechtere dadurch das Ergebnis. Allerdings sei dieser Betrag für das Amt nicht zahlungswirksam, es fließe also kein Geld. Die Gemeinden jedoch müssen ihren Anteil tatsächlich in die Kasse einbezahlen.

„Das ist eine alte Diskussion, es gab auch Gespräche mit dem Kreis – leider ist dies derzeit die einzige erlaubte Regelung“, sagte Verwaltungschef Detlef Brüggemann. „Unsere Amtskasse wird so zur Sparkasse und wir müssen unter Umständen Kredite aufnehmen, um flüssig zu bleiben“, ärgerte sich Uwe Hanspach (SPD) aus Kummerfeld.

Amtsvorsteher Günther Hildebrand (FDP) überlegte: „Da das Amt keine Kredite aufnimmt, ist der Haushalt seitens der Kommunalaufsicht auch nicht genehmigungspflichtig. Warum können wir das intern nicht anders verbuchen?“ Über die weitere Vorgehensweise soll in der nächsten Sitzung beraten werden. Haushalts- und Stellenplan wurden einstimmig befürwortet.

Amt  pinnau umlage für die gemeinden 2016

  • Borstel-Hohenraden: 568.580 Euro (plus 15,1 Prozent)

  • Ellerbek: 1.289.229 Euro (plus 7,1 Prozent)

  • Kummerfeld: 569.988 Euro (plus 12,4 Prozent)

  • Prisdorf: 634.724 Euro (plus 27,8 Prozent)

  • Tangstedt: 604.379 Euro (plus 22,9 Prozent)

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