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„Nicht auf das Niveau von Fake News“ : Amtshaus: Ute Ehmke rüffelt die Neubau-Gegner

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In einem offenen Brief an die Mitglieder des Amtsausschusses mahnt sie eine einvernehmliche Lösung an.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Moorrege/Gross Nordende | Eine Bürgermeisterin macht ihrem Unmut Luft: Im Streit um die Zukunft des Verwaltungsgebäudes für das Amt Marsch und Geest Südholstein hat Groß Nordendes Ute Ehmke vor allem die Gegner eines Neubaus zu mehr Sachlichkeit aufgefordert. In einem offenen Brief an die Mitglieder des Amtsausschusses mahnt sie eine einvernehmliche Lösung an. „Wir sollten vor allem nicht emotional, sondern rational entscheiden“, heißt es darin.

Wie berichtet, waren in den vergangenen Wochen Kritiker und Befürworter eines Neubaus auch öffentlich immer wieder aneinander geraten. Dabei ging es in erster Linie um die Kosten. Im Raum steht eine Summe von mindestens zehn Millionen Euro für ein neues „Amts-Rathaus“ und etwa die Hälfte für einen Erweiterungsbau, die vor allem von Neubau-Gegnern wie Moorreges CDU-Fraktionschef Georg Plettenberg genannt wurden. Bislang gibt es allerdings keine offiziellen Kostenschätzungen. Ehmke wirft ihnen vor, die Kosten für einen Anbau runter- und die für einen Neubau hochzurechnen, dabei aber Faktoren wie die Belastungen für die Mitarbeiter oder Nachbarn durch Baulärm außer Acht zu lassen. „Das wird derzeit gerne verschwiegen oder kleingeredet“, schreibt sie. Nach wie vor möchte Groß Nordendes Bürgermeisterin beide Varianten geprüft wissen. „Wir müssen belastbare Zahlen abwarten und dürfen uns nicht auf das Niveau von Fake News begeben.“

Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg, einer der schärfsten Kritiker eines Neubaus, reagierte schmallippig auf den Brief. „Ich nehme Frau Ehmkes Einschätzung zur Kenntnis“, sagte er und betonte, er sei froh, dass inzwischen wenigstens über eine Erweiterung nachgedacht werde. „Ein Neubau wird ohnehin nicht zu rechtfertigen sein“, sagte er im Gespräch.

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