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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 04:11 Uhr

Amt Pinnau: Umlage bleibt stabil

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ausblick Detlef Brüggemann bezieht Stellung zu wichtigen Themen

von
erstellt am 31.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Mit den Gemeinden Borstel-Hohenraden, Ellerbek, Kummerfeld, Prisdorf und Tangstedt ist das Amt Pinnau seit 2013 für die Verwaltung von fünf Gemeinden zuständig. Hasloh und Bönningstedt waren zum Ende 2012 aus dem Amt ausgestiegen. Eine der Folgen davon: Für die fünf verbliebenen Dörfer stieg die Amtsumlage erheblich an. Detlef Brüggemann (Foto), leitender Verwaltungsbeamter, blickt im Gespräch mit unserer Zeitung auf das abgelaufene Jahr zurück und gibt einen Ausblick auf 2017.

„Die Amtsumlage bleibt stabil, sie steigt nur ganz geringfügig an“, konnte Brüggemann als erste gute Nachricht verkünden. Auch die Personalkosten würden auf dem jetzigen Niveau gehalten werden. Insgesamt seien 47 Mitarbeiter in der Verwaltung in Rellingen und elf an der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen beschäftigt.

„Im Bereich Finanzen müssen wir allerdings umplanen – zum einen durch die Schwangerschaft einer Kollegin und zum anderen dadurch, dass eine junge Mitarbeiterin, die jetzt ihre Ausbildung beendet, zu einer anderen Verwaltung wechselt“, erklärte der Verwaltungsleiter.

Die Stellen neu zu besetzen gestalte sich allerdings oft als schwierig. „Hier macht sich schon jetzt der Fachkräftemangel bemerkbar“, erläuterte Brüggemann. Denn es gebe einige Verwaltungen, die den Personalmangel kompensierten, indem sie junge Kräfte von Anfang an höher eingruppierten, als es üblicherweise der Fall sei. „Das reißt Löcher bei den anderen Verwaltungen und macht die Preise kaputt“, warnte der Verwaltungschef. Die Planung der Personalentwicklung im eigenen Haus werde so zunichte gemacht. „Diese Entwicklung ist besorgniserregend“, sagte Brüggemann.

Sehr zufrieden ist er dagegen mit der Entwicklung der Flüchtlingssituation in „seinen“ Dörfern. Mit Stand vom 28. Dezember seien derzeit 156 Menschen ausschließlich in angemieteten oder gemeindeeigenen Wohnungen untergebracht. „Besonders vorbildlich ist Borstel-Hohenraden, dort hat die Gemeinde zwei Objekte erworben“, berichtete Brüggemann. In allen Unterkünften gebe es derzeit freie Plätze. „Eine der Stellen für den Bundesfreiwilligendienst ist im neuen Jahr wieder zu besetzten“, gab Brüggemann bekannt. Interessenten sollten sich mit ihm in Verbindung setzen.

Zwei „Baustellen“ gelte es im neuen Jahr zu bearbeiten: „Die Vermögensauseinandersetzung zwischen dem Amt Pinnau und den Gemeinden Hasloh und Bönningstedt – und die Trägerschaft der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen“, zählte der Verwaltungschef auf. Die bestehende Vereinbarung laufe Ende 2017 aus. „Die Kommunalaufsicht hat diese beiden Punkte jüngst in einem Schreiben miteinander verquickt, dabei haben sie nichts miteinander zu tun“, monierte Brüggemann. Es sei jedoch bereits ein Gesprächstermin mit allen beteiligten Parteien vereinbart worden, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Gute Aussichten gab es zum Abschluss für die Gemeinden Ellerbek und Prisdorf: „Es werden neue Zuschuss-Programme von Bund und Land aufgelegt, so dass wir darauf hoffen können, Krippen und Kitas wie geplant zu erweitern“, sagte Brüggemann.

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