Amt Moorrege: Mitarbeiter wollen die Reform

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19. Juni 2014, 16:00 Uhr

Wandelt sich das Amt Moorrege von der ehrenamtlichen zur hauptamtlichen Verwaltung? Eine Entscheidung darüber hat der Amtsausschuss noch nicht getroffen. Einige Mitarbeiter haben sich in einem Schreiben bereits klar positioniert. Sie sprechen sich eindeutig für die Umstrukturierung und die damit verbundene Einführung eines Amtsdirektors aus.

In der Diskussion ist– wie berichtet –, dass der derzeitige Leitende Verwaltungsbeamte (LVB) Rainer Jürgensen zum Amtsdirektor wird – ein Posten der ihm zusätzliche Befugnisse und eine höhere Besoldungsgruppe einbringen würde. Er wäre offiziell Chef der Verwaltung. Bisher steht der ehrenamtliche Amtsvorsteher Walter Rißler an der Spitze, auch wenn Jürgensen das Tagesgeschäft leitet. Rißler müsste Aufgaben abgeben - und würde außerdem weniger verdienen.

Teile der Verwaltung wollen diese Änderung offenbar lieber heute als morgen. „Der Amtsvorsteher ist zwar gesetzlich gesehen der Vorsitzende des Amtsausschusses und zeitgleich der Behörde, in der wir arbeiten, aber gefühlt ist der Leitende schon jetzt unser faktischer Chef in allen Dingen“, heißt es in dem unserer Zeitung vorliegenden Schreiben unter anderem. In der jetzigen Verantwortung des Amtsvorstehers werde der schätzende Umgang mit seiner Belegschaft vermisst. „Wären ein nettes Wort, ein wenig Zeit für jeden Einzelnen, ein Rundgang im Haus bei seinen kurzen Besuchen im Amtshaus dazu nicht dringend notwendig?“, so die Frage. Die knappe Wahl seiner Person nach der jüngsten Kommunalwahl habe da leider keine Veränderungen gebracht.

Die Mitarbeiter würden in der laufenden Diskussion zudem eine Debatte um die Stärkung der unangefochtenen guten Position in der Verwaltungslandschaft und um den Erhalt der Arbeitsplätze im Amtshaus vermissen. „Werden bei der aktuellen Diskussion auch die zahlreichen Mitarbeiter gesehen, die täglich eine hohe Motivation an den Tag legen und den Bürgern freundlich und kompetent entgegentreten?“, heißt in dem Schreiben weiterhin.

Möglicherweise stehe die geplante Reform, die Ämter aufzulösen oder auch den Amtsdirektor verpflichtend einzuführen nicht unmittelbar bevor. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass dann kein Spielraum für entsprechende Reaktionen bleibe. „Dies ist ein kleiner Beitrag aus der Belegschaft, die an ihren Arbeitsplätzen hängt und ein klares Signal zum Erhalt des Amtes fordert“, heißt es am Ende des Mitarbeiterschreibens.

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