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Laute Musik : Amazons „Alexa“ sorgt für Polizeieinsatz in Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Sprachassistent von Amazon hat sturmfrei und spielt mitten in der Nacht laute Musik. Auf die Inhaber kommen nun hohe Kosten zu.

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erstellt am 06.Nov.2017 | 12:09 Uhr

Pinneberg | Amazons „Alexa“ hat in Pinneberg einen Polizeieinsatz ausgelöst: In der Nacht zu Sonnabend riefen verzweifelte Bewohner eines Mehrfamilienhauses die Polizei. Um drei Uhr dröhnte bereits zwei Stunden lang Musik aus der Nachbarwohnung, wie die Polizei shz.de mitteilte. Die Party schien kein Ende zu nehmen.

Als die Beamten vor Ort waren, öffnete ihnen niemand die Tür. Die Polizisten verschafften sich Zugang zu der Wohnung im sechsten Stock. Doch drinnen wurde weder ein rauschendes Fest gefeiert, noch waren die Bewohner zu Hause. Lediglich der Sprachassistent von Amazon hatte sich verselbstständigt. Während seine Besitzer in Hamburg auf der Reeperbahn feierten, feierte „Alexa“ ohne Befehl in der Wohnung des Besitzers Oliver Haberstroh.

Der Sprachassistent ist über den „Alexa Funk Voice Service“ in der Lage auf Kommando von Stimme oder Handy Musik abzuspielen und Fragen zu beantworten.Eigentlich soll „Alexa“ den Alltag erleichtern, für Haberstroh bedeutet „Alexa“ nun viel Ärger: Die Kosten für den Einsatz fallen wohl auf ihn zurück. In einem Facebook-Post hat der 29-Jährige sich am Wochenende öffentlich an Amazon gewendet. Der Beitrag wurde bereits hundertfach geteilt. Auch weil Haberstroh darin auf humorvolle Weise seine Beziehung mit „Alexa“ für beendet erklärt.

 

Haberstrohs Wohnung musste für den Polizeieinsatz aufgebrochen werden. Türschloss und Zylinder wurden ausgetauscht. „Die neuen Schlüssel konnte ich dann auf dem Polizeirevier in Empfang nehmen, wo ich morgens noch mit dem Taxi hinfahren durfte“, schreibt der Pinneberger in seinem Post.

Von dem Sprachcomputer hat Haberstroh nun genug. „Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, wie wir nun mit diesem Fauxpas verbleiben können. Alexa würde ich euch nämlich gerne einpacken und ihr könntet dann ein neues Zuhause für Sie suchen“, schreibt er an Amazon.

Shz.de hat Amazon um eine Stellungnahme zu dem Vorfall gebeten. Der Großkonzern antwortet nur knapp: „Wir sind über den Fall informiert worden und stehen mit dem betroffenen Kunden in Kontakt.“

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