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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 22:20 Uhr

Pinneberg : Am Rehmfeld geht’s weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ausschuss für Stadtentwicklung: Einzelgrundstücke sollen neu zugeschnitten werden. Bürger fürchten mehr Verkehr.

von
erstellt am 19.Feb.2015 | 17:00 Uhr

Pinneberg | Weil die Stadt Pinneberg klamm ist, setzt sie darauf, Gewerbeflächen auf den Weg zu bringen, um gewerbesteuerkräftige Unternehmen anzulocken. Seit langer Zeit im Fokus: das Rehmenfeld. Auf der 17 Hektar großen Fläche zwischen dem Fahlt und Thesdorf sieht der Flächennutzungsplan sowohl Gewerbe- als auch Wohnbebauung vor. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung haben die Lokalpolitiker einen weiteren Impuls gesetzt, das Projekt voranzutreiben.

Mit acht zu fünf Stimmen wurde am Dienstagabend beschlossen, dass die Einzelgrundstücke mittels eines Umlegungsverfahrens neu zugeschnitten werden, was eine Bebauung erleichtern soll. Außerdem soll das Verfahren parallel zur Aufstellung des Bebauungsplanes 150 begonnen werden.

„Wir brauchen dringend Gewerbeflächen“, betonten sowohl Natalina Boenigk als auch Klaus Seyfert (beide CDU), um mehr Gewerbesteuereinnahmen zu erhalten. „Die Wirtschaft boomt. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, so Boenigk.

„Gewerbeflächen an der Autobahn werden knapp. Große Firmen haben Interesse an solch einer Lage“, sagte Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa und untermauerte damit die Bedeutung des Baugebiets Rehmenfeld.

Doch die Grünen und Unabhängigen sehen das anders. Sie hatten einen Antrag eingereicht, der die Entscheidung zur Einleitung des Umlegungsverfahrens auf unbestimmte Zeit vertagt und den Bebauungsplan 150 auf unbestimmte Zeit zurückstellt. Der Antrag fand jedoch keine Mehrheit im Ausschuss.

Die Grünen argumentieren, dass die Pinneberger Verwaltung mit vielen Projekten stark ausgelastet sei. Als Beispiel nannte Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) unter anderem die Westumgehung, die Schulgebäudesanierung und Schulentwicklungsplanung, die Erstellung des Haushalts 2015 sowie die Eröffnungsbilanz. „Die Verwaltung hat eine Menge zu tun, um noch ein Großprojekt dazuzunehmen“, sagte er. Die Entwicklung eines Wohn- und Gewerbegebietes sei derzeit verkehrstechnisch nicht realisierbar. „Klagen der Nachbargemeinde Rellingen sind vorhersehbar“, so Stache weiter.

Das sahen auch einige Bürger so, die während der Einwohnerfragestunde das Wort ergriffen: „Schon jetzt fahren auf dem Thesdorfer Weg täglich 24  300 Kraftfahrzeuge. Mit der Erschließung des Rehmenfelds werden weitere Fahrzeuge hinzukommen. Wie soll das Verkehrsproblem gelöst werden?“, fragte ein Bürger.

Auf diese Frage gibt es derzeit noch keine Antwort. Ob das Verkehrsaufkommen zunimmt, soll im Zuge des Aufstellungsbeschlusses für das Rehmenfeld untersucht werden, teilte die Verwaltung mit.

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