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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 01:14 Uhr

Hasloh : Alternative zur Schulsanierung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Arbeitsgruppe ehemaliger Politiker stellt neues Konzept vor.

von
erstellt am 04.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Hasloh | Mitten in die Beratungen zur Umsetzung des Sanierungskonzepts für die Hasloher Peter-Lunding-Schule platzt ein Konzept, das die Arbeitsgruppe „Perspektive für Hasloh“ erstellt hat und das dieser Zeitung vorliegt. Mitglieder der Gruppe sind die ehemaligen Gemeindepolitiker Norbert Schadendorf, Nils Burfeind, Wolfgang Jendretzky und Katja Langefeld, die allesamt ihre früheren Parteibücher zurückgegeben haben. „Wir haben das Konzept den Fraktionen von SPD, CDU und FDP bereits vorgestellt“, berichtet Schadendorf.

Eine Beratung im Bauausschuss gestern Abend sei zwar nicht mehr möglich gewesen, doch während der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstag, 16. Februar, sollen die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Wir wollen erreichen, dass der Gemeinderat umschwenkt und von der überteuerten Sanierung eines alten Gebäudes absieht“ sagt Schadendorf. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, will die Arbeitsgruppe per Bürgerbegehren erreichen, dass das vorliegende 4,2-Millionen Euro teure Sanierungskonzept gestoppt wird.

„Noch im Dezember habe ich in der Einwohnerfragestunde die Frage gestellt, wie die Gegenfinanzierung dieses Projekts aussehen soll – eine befriedigende Antwort habe ich nicht bekommen“, moniert Schadendorf. Daraufhin hätten er und seine Mitstreiter begonnen, ein alternatives Konzept zu erarbeiten. „Hasloh soll weiterhin finanziell handlungsfähig bleiben“, gibt die Gruppe als Ziel vor. Die Ausgaben müssten nachhaltig sein und dürften nicht für kurzfristige Lösungen verschwendet werden, betont sie.

Die Kernpunkte des Konzepts: Das Schulgebäude wird zwar saniert, aber weit weniger aufwändig, da es einer anderen Nutzung zugeführt werden soll. Statt Wiegehaus und Pastorat sollen die ungenutzten Wohnungen im Obergeschoss des Schulgebäudes für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Später könnten diese Unterkünfte als Sozialwohnungen genutzt werden, so der Vorschlag der Arbeitsgruppe. Im Untergeschoss sollen das barrierefreie Bürgerbüro, ein Versammlungsraum Bücherei, Geschichts- und Kulturwerkstatt sowie Räume des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Volkshochschule (VHS) untergebracht werden.

Um einen Schulneubau realisieren zu können, der auf gemeindeeigenem Grund steht, jedoch die Sportplätze nicht berührt, schlägt die Gruppe eine Verlegung des Robinson-Kindergartens in die frisch renovierten Räume des ehemaligen Kindergartens am Mittelweg vor. Anschließend könne auf dem jetzigen Robinson-Gelände ein Neubau mit optimaler Raumaufteilung, neuester Licht-, Luft- und Klimatechnik entstehen, die akustisch und energetisch auf dem aktuellen Stand ist.

Im nächsten Schritt könne das alte Dörphus abgerissen werden, der Bauhof auf ein Mietgrundstück umziehen und das Gelände als Baugrundstück verkauft werden. Auch das Kirchenareal am Mittelweg könne – bis auf den Kindergarten – veräußert werden und so zur Finanzierung von Neu- und Umbaumaßnahmen genutzt werden. In der Gesamtrechnung ergebe sich so ein Finanzierungsbedarf von etwa drei Millionen, so die Arbeitsgruppe.

Für Schadendorf haben diese Pläne erhebliche Vorteile: „Die Grundschüler müssen nicht drei Jahre lang auf einer Baustelle unterrichtet werden, Zwischenlösungen sind nicht notwendig“, sagt er. Zudem seien Klassenräume, Mensa und Funktionsräume optimal planbar und müssten sich nicht nach vorhandenen Gegebenheiten richten. Jetzt hofft die Gruppe auf die Einberufung eines Runden Tischs mit allen Fraktionen.

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