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Umgestaltung des Pinneberger Bahnhofs : Alles über das Millionenprojekt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

350 Pinneberger Bürger informieren sich im Ratssitzungssaal über den Planungsstand des Bahnhofsumfelds.

Ihr Bahnhof bewegt die Pinneberger. Das beweist das große Interesse an der Einwohnerversammlung. Rund 350 Bürger waren am Dienstagabend in den Ratssaal gekommen, um sich über die Umgestaltung des Pinneberger Bahnhofs zu informieren. Sanierung des historischen Gebäudes, Schaffung neuer Pendlerparkplätze, zusätzliche Bushaltestellen – Vertreter der Bahn, der Landesverkehrsgesellschaft sowie Architekt Roland Neumann von der Agentur Bahnstadt stellten die Pläne zu den verschiedenen Bereichen vor.

In einem waren sich alle einig: Das historische Hauptgebäude soll auf jeden Fall bleiben, versprach Neumann und bekam dafür großen Applaus. "Das Gebäude soll als kleines Schmuckstückchen erlebbar gemacht werden", so der Architekt. Möglich wäre die Wiederherstellung der historischen Fassade mit einem neuen Haupteingang. Noch umstritten ist, ob die bisherige Unterführung weiter genutzt, eine neue gebaut oder stattdessen eine Brücke errichtet wird. Von den Einwohnern sprach sich eine knappe Mehrheit für einen neuen Tunnel aus.

Neumann betonte zudem, dass vor allem am Busbahnhof dringender Handlungsbedarf bestehe. "Die derzeitige Situation ist abenteuerlich", sagte der Architekt. Zu wenig Haltestellen für zu viele Busse, kaum Platz für die Wartenden: Es sei ein Wunder, dass es noch zu keinem Unglück gekommen sei, betonte er. Deshalb sei eine Erweiterung auf acht Haltestellen und separate Busparkplätze aus seiner Sicht zwingend erforderlich.

Fest steht, dass die Bahn sich um den Umbau des Bahnhofs kümmert. Für das Umfeld ist die Stadt zuständig. Die Schaffung von Park&Ride-Flächen, die Errichtung eines größeren Busbahnhofs und die Neugestaltung des Vorplatzes dürften rund 3,6 Millionen Euro kosten, von denen Pinneberg rund 1,6 Millionen Euro tragen muss. Wenn alles glatt laufe, könnten die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen, hofft der Architekt.

Von Markus Hock, Leiter Bahnhofsmanagement bei der Deutschen Bahn, wollten die Bürger vor allem wissen, ob sie sich auf einen besseren Service und mehr Komfort freuen dürfen. Breitere Wege zwischen den Gleisen vier und fünf, durchgängig geöffnete Toiletten, neue Warteräume an den Gleisen, zusätzliche Monitore und Lautsprecherdurchsagen, Kameras für mehr Sicherheit – es wurden zahlreiche Wünsche geäußert. Hock stellte klar, dass aus finanziellen Gründen längst nicht alle Begehrlichkeiten erfüllt werden können, versprach aber: "Der Umbau wird auf alle Fälle Verbesserungen bringen."

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erstellt am 09.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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