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Food-Kooperative : Alles Öko: Initiative in der „Arche Noah“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Halstenbeker Pastor Malte Lei sucht Mitstreiter, die Ernteanteile abnehmen wollen.

Halstenbek | Schon bei der biblischen Geschichte der „Arche Noah“ geht es um die Rettung von Tieren. Mitglieder der Kirchengemeinde „Arche Noah“ haben der Einrichtung – in den 80er Jahren – auch aufgrund dieser ökologischen, friedensbewegten Bewegung ihren Namen gegeben. „Wir befinden uns in dieser Tradition und unterstützen künftig ein besonderes Projekt“, erklärt Malte Lei, Pastor der Halstenbeker Kirchengemeinde.

Der an den neuen Spielplatz angrenzende Gebäudeanteil in der „Arche Noah“ steht seit einigen Monaten leer. Kirchenvorstandsmitglied Marc Weizmann entwickelte deshalb ein Konzept, um die zwei Abstellräume für die Gemeinde effektiv zu nutzen.

Menschen mit Handicap, Senioren, Familien und weitere Mitglieder der Gemeinde helfen mit, dort einen Treffpunkt zu gestalten. Sie verkaufen in den neu renovierten Räumen leckeren Kuchen und köstlichen Kaffee und ermöglichen auf diese Weise mehr Nachbarschaft – so der Plan. „Es wird mehr Gespräche und Begegnungen geben“, erläutert Pastor Lei.

Die Kosten für Küche und Renovierung in Höhe von 25.000 Euro möchten die Kirchenmitglieder mit Hilfe einer besonderen Aktion aufbringen. Basis hierfür ist eine sogenannte Food-Kooperative. Dabei geht es darum, dass Lebensmittel vom Kattendorfer Hof (Kaltenkirchen) in die „Arche Noah“ angeliefert – und in den neuen Abstellräumen gelagert werden.

Zum Hof: Die Angestellten des nach Demeter-Richtlinien arbeitenden Kattendorfer Hofes verarbeiten Milch der dort befindlichen Tiere zu Käse, Quark und Joghurt. Sie gewähren eine ökologische sowie biologische Land- und Viehwirtschaft im Zuge einer solidarischen Landwirtschaft. Auf dem Hof – mit eigener Molkerei - leben Kühe, Schweine und Ziegen.

15 Projektteilnehmer gesucht

Lei und Weizmann suchen nun mindestens 15 Personen, die sich am Projekt beteiligen und kontinuierlich Ernteanteile kaufen. „Es geht um Menschen, die Spaß an so einem Vorhaben haben und so eine Sache wichtig finden“, so Lei. Ein wöchentlicher Ernteanteil umfasst 1,5 bis drei Kilogramm Gemüse, ein Kilogramm Kartoffeln, Salate und Kräuter sowie 700 Gramm Fleisch und 8,75 Liter Milchprodukte – beispielsweise ein Liter Milch, 500 Gramm Kilogramm Joghurt, 250 Gramm Quark und 600 Gramm Käse.

Die Projekt-Beteiligten können sich eigenhändig bedienen und ihre Ware dort abwiegen. „Das System funktioniert auf Vertrauensbasis“, so Lei. Das System beinhalte die Idee von ökologischer Landwirtschaft, das heißt, geliefert werden regionale und saisonale Produkte. Gleichzeitig wird ein geringer Betrag pro Ernteanteil erhoben, um die Bewirtschaftung der „Arche“-Räume (Miete) zu gewährleisten. „Eine genaue Summe für die jeweiligen Ernteanteile steht noch nicht fest“, ergänzt der Pastor. Es gelte, sie noch zu verhandeln. „Wer mitmacht, hat ein Interesse, sich wirklich gesund und ökologisch zu ernähren“, bilanziert Lei.

Die Kirchengemeinde veranstaltet am Mittwoch, 26.      August um 19 Uhr einen Info-Abend in der „Arche Noah“. Annette Tenthoff vom Kattendorfer Hof ist vor Ort, um über das Projekt zu informieren.

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erstellt am 21.Aug.2015 | 14:30 Uhr

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