zur Navigation springen

Bahnfahren im Kreis Pinneberg : Alles neu macht der Dezember

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Regionalbahn geht, die Nordbahn kommt: Das bringt der bevorstehende Fahrplanwechsel mit sich.

Kreis Pinneberg | Hochmodern werden sie sein, verspricht der Eigentümer: Die neuen Züge der Nordbahn. Ab Sonntag, 14. Dezember, werden sie die alten Züge der Bundesbahn auf der Strecke Hamburg–Itzehoe mit Stopp in Elmshorn ersetzten. In der ersten Klasse erwarten die Gäste einfarbige Ledersitze im dunklen Grauton sowie Teppichboden. Nackenstützen gibt es sowohl in der ersten als auch zweiten Klasse. Die Farbkombination der Nackenstützen ist in beiden Klassen gleich und setzt sich aus den Farben des Zuges zusammen: Grauton plus einem hellen Grün. Wer es farbiger mag, der ist in der zweiten Klasse genau richtig.

Wie berichtet, hat sich das Unternehmen Nordbahn gegen die Deutsche Bahn in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Neu ist: Die meisten Verbindungen führen zum Hamburger Hauptbahnhof. Zurzeit ist noch Altona der Zielbahnhof. Eine große Feier ist für den 14. Dezember nicht geplant, sagte Nordbahn-Pressesprecherin Christiane Lage. Doch werde das Unternehmen den Fahrgästen an dem Tag „eine kleine Freude“ bereiten. In welcher Form, steht noch nicht fest.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden die neuen Züge schon einmal Probe gefahren. Das Unternehmen hat 15 fabrikneue Elektrotriebwagen bei der Firma Stadler bauen lassen. Eingesetzt werden sie nicht nur auf der Strecke Hamburg–Itzehoe, sondern auch für Hamburg–Wrist. „Beide Strecken gehören zum Netz-Mitte“, sagte Lage. Auch in Wrist ist Start am 14. Dezember.

Auf diesen Strecken fährt künftig die Nordbahn, unter anderem zwischen Elmshorn und dem Hamburger Hauptbahnhof.
Auf diesen Strecken fährt künftig die Nordbahn, unter anderem zwischen Elmshorn und dem Hamburger Hauptbahnhof.
 

Die neuen Züge sollen einen guten Komfort bieten. Der Staatssekretär im Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Frank Nägele, hat sich bereits während der Bauphase gemeinsam mit Nordbahn-Geschäftsführer Peter Steinhart in den Produktionshallen von Stadler in Berlin-Pankow die Produktion der neuen Nordbahn-Züge angesehen. Die Triebwagen haben den Namen „Typ Flirt“. Flirt steht laut des Kieler Verkehrsministerium für „flinker leichter innovativer Regionaltriebzug“. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge liegt bei 160 Stundenkilometern.

Im 20-Minuten-Takt nach Hamburg fahren

Sowohl die Regionalbahn 61 – Itzehoe, Kremperheide, Krempe, Glückstadt, Herzhorn, Elmshorn, Tornesch, Prisdorf, Pinneberg, Hamburg-Dammtor und Hamburg-Hauptbahnhof – als auch die Regionalbahn 71 – Wrist, Dauenhof, Horst, Elmshorn, Tornesch, Prisdorf, Pinneberg, Hamburg-Altona – sollen laut Nordbahn ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Dezember, zu den Hauptverkehrszeiten im 20-Minuten-Takt zwischen der Hansestadt und Elmshorn verkehren. Darüber hinaus verkürze sich die Fahrzeit von Hamburg aus zur größten Stadt im Kreis Pinneberg um fünf Minuten. Der gesamte Fahrplan steht im Internet zum Herunterladen und Ausdrucken bereit.

AKN: Mehr Halte auf Linie 1 an Dodenhof

Kreis Pinneberg Die AKN plant, den  Fahrplan der Linie 3 zwischen Elmshorn und Ulzburg-Süd der Taktung der Deutschen-Bahn-Züge in Elmshorn anzupassen. Außerdem soll es laut Pressesprecherin Christiane Lage mehr Halte auf der Linie 1 zwischen Neumünster und Kaltenkirchen an Dodenhof geben. Die allgemeine Taktung bleibe.

Auch die HVV erweitert das Streckenangebot

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Dezember, integriert der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) den Streckenabschnitt  Dannenberg–Göhrde im niedersächsischen Landkreis Lüneburg in den HVV. Die Kunden können dann von Danneberg-Ost, Hitzacker und Leitstade aus in Richtung Lüneburg und Hamburg den HVV-Tarif nutzen. Bislang haben die Bahnkunden für eine Tour zwischen Dannenberg-Ost und Hamburg 21,20 Euro zu bezahlen. Das Einzelticket wird laut HVV-Angaben dann nur noch 8,20 Euro kosten. Nähere Informationen zu der neuen Strecke sowie zum Fahrplan 2015 des HVV befinden sich online.

Die Nordbahn ist eine Gesellschaft mit Sitz in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg). Eigentümer ist zur Hälfte die AKN (Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Eisenbahngesellschaft), die gemeinsam vom Land Schleswig-Holstein und der Stadt Hamburg betrieben wird. Zweiter Eigentümer ist die Benex, die wiederum eine Tochter der Hamburger Hochbahn ist und zum Hamburger Verkehrsverbund gehört. „Die Nordbahn wird bei Start am 14. Dezember 110 Mitarbeiter haben“, sagte Pressesprecherin Christiane Lage. Geschäftsführer sind Nis Nissen und Peter Steinhart.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen