Wedel : Alles neu bei der Hospizgruppe

Annemarie Kelschinske (links) und Kirsten Wilke vor dem Gemeindezentrum der Christuskirche, in dem der „Ambulante Hospizdienst“ sein Büro beziehen wird.
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Annemarie Kelschinske (links) und Kirsten Wilke vor dem Gemeindezentrum der Christuskirche, in dem der „Ambulante Hospizdienst“ sein Büro beziehen wird.

Ehrenamtliche Helfer bekommen ein eigenes Büro und einen neuen Namen. Ab 1. September im Gemeindehaus Christuskirche.

shz.de von
20. Juli 2015, 16:30 Uhr

Wedel | Eigentlich könnten Annemarie Kelschinske und Kirsten Wilke, Gründungsmitglied der Hospizgruppe Wedel, den Sommer genießen. Die sechs Teilnehmerinnen zwischen 44 und 75 Jahren des aktuellen Grundkurses sind bis Mitte September in der Praxisphase und begleiten Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen. „Eigentlich ist es für uns als Dozenten jetzt eine entspannte Phase, weil wir nicht so viele Abende gestalten müssen“, sagt Wilke. Eigentlich. Denn die Leiterin der Hospizgruppe in der Rolandstadt hat eine echte Baustelle: ein eigenes Büro.

„Feste Sprechstunden, ein Ort für Beratungen und erste Trauergespräche“, nennt Wilke einige Projekte, die in den eigenen Räumlichkeiten umgesetzt werden sollen. Sie gerät ins Schwärmen, während sie über die etwa 25 Quadratmeter im Souterrain des Gemeindehauses Christuskirche, Feldstraße 32-36, spricht. Wilke: „Ich freue mich schon auf das Büro und dass es bald losgeht.“ Einige Renovierungsarbeiten stehen aber noch an. „Ich habe mir den 1. September freigehalten, denn dann wollen wir starten“, so die Koordinatorin der Hospizgruppe Wedel, die es dann nicht mehr geben wird. Zumindest nicht den Namen.

„Ambulanter Hospizdienst Wedel“ ist der neue Name – verbunden mit einem neuen Logo. „Das hängt mit der neuen Organisation der Gruppe zusammen“, sagt Wilke. „Ambulanter Hospizdienst“ sei im Hospizbereich ein feststehender Begriff für Dienste, die von den Krankenkassen gefördert werden. Wilke: „Als Hospizgruppe mit rein ehrenamtlicher Koordination wurden wir bisher vom Land Schleswig-Holstein mit maximal 1700 Euro pro Jahr gefördert.“ Offiziell ist das Büro von der Pflegediakonie in Appen gemietet, die es den Wedelern kostenlos zur Verfügung stellt.

Den Vertiefungskursus, der im September startet, werden Wilke und Kelschinske noch am alten Standort hinter dem Rathaus beenden. „Wir werden die Themen aus dem Grundkursus wie Wahrnehmen, Zuhören, Aushalten, Mitgehen, Trauer und Sterbephasen dann noch einmal intensiver behandeln. Zudem werden die Teilnehmer gewisse Dinge selbst ausprobieren, wie die Begleitung ohne Worte“, sagt Kelschinske. Auch die aktuelle Praxisphase wird aufgearbeitet. Die Teilnehmer sollen zudem lernen loszulassen. Es soll keine Dauerbegleitung sein. Das wissen die Teilnehmer und die Bewohner auch. Die Frage ist: „Wie gehe ich damit um, eine Beziehung zu beenden?“ Das werde nicht immer befolgt, sei aber die Empfehlung der Dozentinnen.

Darüber hinaus besuchen die Kursteilnehmer während der Praktikumszeit ein Krematorium, zwei stationäre Hospize – Leuchtfeuer auf St. Pauli und Sinus in Othmarschen – und einen Bestatter.

Die Hospizgruppe befindet sich ab Dienstag, 1. September, in der Feldstraße 32-36, im Gemeindehaus der Christuskirche. Die Hospizler sind künftig unter Telefon 04103-124358 und 0170-3667670 sowie per E-Mail hospizdienst-wedel@web.de erreichbar. Unter www.hospizdienst-wedel.de soll eine neue Webseite entstehen. Zudem gibt es ein neues Spendenkonto: Evangelische Bank, Kontoinhaber: Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein Werkezentrum Bildung, Verwendungszweck: Hospizdienst Wedel, IBAN: DE32520604102606490018.
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