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Stadtentwicklung in Pinneberg : Alles im Zeitplan bei der Westumgehung

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Es werden Arbeitsgespräche mit der Politik geführt. Keine weitere Kostensteigerung. Interessen-Gemeinschaft fiebert erstem Spatenstich entgegen.

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erstellt am 10.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Pinneberg | „Ich bin froh, zu hören, dass wir im Plan sind und dass wir die Kostenentwicklung im Griff haben.“ Dieses Fazit zog Gerhard Thomssen (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, nach dem Arbeitsgespräch über die Westumgehung. Und schickte ein „Ich hoffe, dass es so bleibt“ hinterher.

Strategisch und zeitlich konnte der Vortrag über den Projektstand der Umgehungsstraße, den Bauamtschef Klaus Stieghorst hielt, gar nicht besser gewählt sein: Morgen wird Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) gemeinsam mit Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) den ersten Spatenstich für den Bau der Westumgehung setzen. Los geht es um 10 Uhr Am Hafen.

Das Land hat zugesagt, das insgesamt knapp 29 Millionen Euro teure Neubau-Vorhaben mit 18,8 Millionen Euro aus Mitteln des Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetzes (GVFG) zu unterstützen. So steht es in der aktuellen Einladung des Landes. Doch im Zuge der Ausschreibungen und günstiger Angebote könnten die Kosten sogar sinken, wie Stieghorst in Aussicht stellte. Geplantes Bauende: Ende 2018.

Der morgigen Zeremonie fiebern auch die Anhänger der Initiative „Pinneberger Westumgehung – Jetzt“ entgegen. Kurt Zach und Uwe Kleinig von der Interessen-Gemeinschaft waren am Dienstagabend zu Gast im Ausschuss, um sich zu informieren. „Viele Bürger kommen auf uns zu und sagen: Da passiert überhaupt nichts. Das stimmt aber nicht. Die zur Zeit laufenden vorbereitenden Maßnahmen finden vielfach am Untergrund statt“, sagt Uwe Kleinig im Gespräch mit dieser Zeitung. Auf der Webseite berichtet die Initiative über den aktuellen Stand der Westumgehung, von der sich die Anhänger außer der verkehrlichen Entlastung der Innenstadt auch die Erschließung neuer Gewerbegebiete erhoffen. Im Norden der Kreisstadt sollen an der Müßentwiete neue Betriebe angesiedelt werden. Hierzu laufen die Vorbereitungen.

Anfänge in den 1950er Jahren

Über die Westumgehung wurde bereits in den 1950er Jahren diskutiert. Ein erstes, 1,6 Kilometer langes Teilstück war im Zuge der Entwicklung des Rosenfelds vor zehn Jahren von einem Investor fertig gestellt worden. 2,8 Kilometer sollen bis 2018 realisiert werden. Der Neubau der Westumgehung erstreckt sich zwischen der Mühlenstraße und der Elmshorner Straße.

Stieghorst zog im Fall der Arbeiten an der Westumgehung das Bild vom Eisberg heran, von dem man nur die Spitze sehen würde. Was zu sehen ist: In den vergangenen Monaten erfolgte die sogenannte Baufeldfreimachung: Auf der gesamten Strecke wurde Gehölz entfernt sowie im südlichen Abschnitt der Oberboden gelöst. „Ein großer Aufwand“, so Stieghorst.

Fußnote: Ein Lkw des THW sank bei einer Testfahrt ein und musste daraufhin befreit werden. Begrenzungszäune wurden an der freien Trasse aufgestellt. Außerdem wurde die Absenkung der DB-Oberleitungsanlagen vorgenommen. Und im Bereich Ziegeleiweg/Siemensstraße wurden Leitungspakete im Untergrund verlegt.

Als nächsten Schritt kündigte Stieghorst die Ausschreibung von Bauaufträgen für die Unterführung Peiner Weg und die Überführung des Wegs „An den Fischteichen“ sowie für Lärmschutzanlagen an. In einem weiteren Schritt sollen die Entwurfs-, Objekt- und Tragwerksplanung der Bauwerke vorbereitet werden. Im Verlauf der Umgehung werden jeweils über der Pinnau, der Bahnlinie Hamburg-Elmshorn und über die Wirtschaftswege Peiner Weg und „An den Fischteichen“ neue Brücken errichtet.

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