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Pinneberger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 10:26 Uhr

Sportfreunde Pinneberg : Alles auf Anfang

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach der schwersten Vereinskrise der Historie ist beim Stadtteilverein wieder Ruhe eingekehrt. Am Sonnabend steigt der Heiko-Baltz-Cup.

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Nein, 2013 war kein gutes Jahr für die Sportfreunde Pinneberg. Vergessen hat die damalige Krise niemand. Aber an der Müssentwiete ist Ruhe eingekehrt. Nach Vorstandsquerelen und dem Skandal um eine Schwarze Kasse blickt Vereinschef Bernd Röding nach vorn. Er hält seinen vor einem Jahr vorgegebenen Kurs, will die Jugendarbeit voranbringen: „Wir müssen diesen Verein von unten neu aufbauen und den Kids etwas bieten.“ Und am Sonnabend, 23. August, wird etwas geboten. Dann steigt an der Müssentwiete der Heiko-Baltz-Cup, ein Turnier für Kinder und Jugendliche. Hunderte kleine Kicker werden dabei sein.

Mit Jugendobmann Heiko Baltz hat Röding einen Pinneberger Unternehmer an seiner Seite, der regelmäßig als Sponsor in die Bresche springt. Baltz, der als Tatortreiniger arbeitet, hat mit seinem Geld den Etat für den Cup am kommenden Wochenende gesichert. So ist gewährleistet, dass die Sieger Pokale erhalten.

Für die besten Teams aus dem Bereich C-Jugend gibt es zudem Geldpreise. Die Top-Keeper und Torjäger werden geehrt. Alle teilnehmenden Fußballer zudem nach dem Turnier zur Grillwurst eingeladen. Am Start sind Sonnabend sowohl die ganz kleinen Kicker aus der G-Jugend, als auch Mannschaften der E- sowie der C-Jugend. Los geht es an der Müssentwiete um 9 Uhr, Schluss ist gegen 19 Uhr. „Wir wollen hier etwas bewegen, das funktioniert nur über die Nachwuchsarbeit“, sagt Baltz. Für die Zukunft hoffen er und Röding auf Zulauf. „Bis zur C-Jugend können wir noch Kinder aufnehmen“, so der Vereinschef. An Coaches mangele es derzeit nicht. „Wir haben für jede Mannschaft drei Trainer“, sagt Röding, der zudem das außergewöhnliche Engagement der Spielereltern lobt.

Der Ärger mit dem Finanzamt ist laut Röding endgültig beigelegt. „Alles ist im Lot“, so der Vereinschef. Zuvor nicht entrichtete Umsatzsteuer sei nachgezahlt worden. An der Müssentwiete blicke man optimistisch auf das 2015 anstehende 70-jährige Bestehen der Sportis. Anlässlich des Geburtstags sei sogar geplant, einen Bundesligaverein in Pinnebergs Norden zu locken. Die Sportis hoffen auf ein Gastspiel des SV Werder Bremen an der Müssentwiete. Laut Baltz sieht es dank persönlicher Kontakte gut aus. Beim HSV sei übrigens keine Bereitschaft zu einer Visite erkennbar.

Mit dem Nachbarclub TBS pflegen die Sportis neuerdings einen engen Draht. Laut Röding gibt es gemeinsame Vorstandssitzungen. Ein Thema, das andiskutiert worden sei, ist der Bau eines Kunstrasenplatzes. „Wir wären nicht abgeneigt, uns zu beteiligen“, sagt Röding. Eine derartige Investition könne die angespannte Hallensituation im Winter erheblich entschärfen.

Rückblick: Am 26. Juni 2013 berichtete unsere Zeitung über eine Schwarze Kasse bei den Sportfreunden Pinneberg. Der damalige Finanzvorstand räumte seinerzeit ein, dem Finanzamt Einnahmen aus dem Gastronomiebereich verschwiegen zu haben. Die erst kurz zuvor gewählte Vereinschefin Petra Springer legte daraufhin ihr Amt nieder, weil sie sich hintergangen fühlte. Es folgten schwere Monate für den kleinen Stadtteilclub im Norden der Kreisstadt. Mit dem Unternehmer Bernd Röding fand sich jedoch ein neuer Clubboss, der Einigung mit dem Finanzamt erzielte – und neue Mitstreiter für den Vorstand fand.
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