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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 01:15 Uhr

Albig besucht High-Tech-Schmiede

vom

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Wedel/Wedel | Mitarbeiter in kurzen Hosen und Flip-Flops, Altersdurchschnitt bei 30 Jahren, virtuelle Air-Hockey-Partien in der Frühstückspause: Die Wedeler Hard- und Softwareschmiede Eyefactive verkörpert die unkonventionelle Arbeit studentischer Projektgruppen. Das junge Unternehmen ist gestern Ziel von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) gewesen, der in Wedel seine viertägige Sommertour durch schleswig-holsteinische Start-Ups und soziale Einrichtungen begonnen hat.

Die Spezialität von Eyefactive (siehe Infobox): Übergroße berührungsempfindliche Bildschirme, die etwa in Tischen oder an Wänden installiert werden. "So große Multitouch-Tische stellt kein anderes Unternehmen auf der Welt her", sagt Johannes Ryks (30), der zusammen mit Matthias Woggon (29) die mit vielen Preisen ausgezeichnete Firma gründete. Beide sind heute Geschäftsführer.

Die Tische sind für Präsentationen auf Messen geeignet, können aber auch Kreativ-Abteilungen in Unternehmen dienen. Neben der Hardware entwickelt Eyefactive auch die Software selbst und bietet eigene Apps an. Der Clou: Mehrere Nutzer können die Apps gleichzeitig an einem Tisch nutzen. Der bisher längste Tisch war sechs Meter lang. Die Startfinanzierung für das Unternehmen gelang nur mit Geld von Land und Bund. Albig sieht die Banken in der Pflicht, Start-Ups besser zu fördern. Es könne nicht sein, dass sich Gründer bis in die vierte Generation verschulden müssten, um an Geld zu kommen. Im Vergleich zu den USA sei es hierzulande viel schwieriger, private Kapitalgeber zu finden. Eyefactive ist für Albig ein Paradebeispiel dafür, wie Hochschulen High-Tech-Gründungen vorbereiten können. Woggon und Ryks, Absolventen der Fachhochschule Wedel, entwickelten dort in einem Projekt einen Multitouch-Tisch. Nach einem Auftritt auf der Computermesse Cebit folgte die Gründung. Albig meint: "Von diesem Unternehmen werden wir noch hören."

Mitarbeiter in kurzen Hosen und Flip-Flops, Altersdurchschnitt bei 30 Jahren, virtuelle Air-Hockey-Partien in der Frühstückspause: Die Wedeler Hard- und Softwareschmieder Eyefactive verkörpert die unkonventionelle Arbeit studentischer Projektgruppen. Das junge Unternehmen ist gestern Ziel von Minietrpräsident Torsten Albig (SPD) gewesen, der in Wedel seine viertägige Sommertour durch schleswig-holsteinische Start-Ups und soziale Einrichtungen begonnen hat.

Die Spezialität von Eyefacticfe (siehe Infobox): Übergroße berührungsempfindliche Bildschirme, die etwa in Tischen oder an Wänden verbaut werden. "So große Multi-Touch-Tische wie wir stellt kein anderes Unternehmen auf der Welt her", sagt Johannes Ryks, 30 Jahre alt, der zusammen mit seinem Studienfreund Matthias Woggon, 29 Jahre alt, die inzwischen

mit vielen Preisen ausgezeichnete Firma gründete. Beide sind heute Geschäftsführer. Das Durchschnittsalter der Angestellten liege bei 30 Jahren.

Die Multitouch-Tische sind vor allem für Präsentationen auf Messen geeignet, können aber auch für Kreativ-Abteilungen in Unternehmen dienen. Neben der Hardware entwickelt Eyefactive auch seine Software selbst und bietet neuerdings in einem App-Store eigene Apps auch für Touchscreens anderer Hardware-Hersteller an. Der Clou: Mehrere Nutzer können die Apps gleichzeitig an einem Tisch nutzen. Der bisher längste Tisch war sechs Meter lang. "Im Prinzip können wir aber jede Länge produzieren, auch in Wellenform", sagt Ryks.

Die Startfinanzierung für das Unternehmen gelang nur mit Hilfe öffentlicher Landes- und Bundesmittel. Albig sieht hier die Finanzinstitute in der Pflicht, Start-Ups besser zu fördern. Es könne nicht sein, dass sich Gründer bis in die vierte Generation verschulden müssten, um an Geld zu kommen. Im Vergleich zu den USA oder England sei es hierzulande immer noch sehr viel schwieriger, private Kapitalgeber zu finden, kritisiert der Politiker.

Die Unternehmensstory ist für Albig ein Paradebeispiel dafür, wie Hochschulen spätere High-Tech-Gründungen vorbereiten und unterstützen können. Woggon, der aus Preetz (Kreis Plön) stammt, und Ryks aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) entwickelten als Projekt an der Fachhochschule Wedel einen Multitouch-Tisch. Der Dekan schlug den Medieninformatik-Studenten vor, den Tisch auf der Cebit in Hannover zu präsentieren - mit großem Erfolg. "Wo kann man solche Tische kaufen?", wurden sie immer wieder gefragt, die Idee für die Company entstand.

Und so sitzen am Montag im Wedeler Firmensitz neben den Festangestellten fünf Praktikanten der Fachhochschule und tüfteln für ihren Abschluss - wegen der Sommerhitze in kurzen Hosen und T-Shirts, einer trägt eine Baseball-Kappe. In den Pausen steht ein Fußball-Kickertisch in der Showlounge noch zum handfesten Spiel bereit - "Frauen gibts leider selten unter Informatikstudenten", sagt Woggon.

Tobias Thieme und dpa

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