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Bönningstedt : Aktivregion: Es geht um viel Geld

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Viele Gemeinden hoffen auf Geld aus EU-Fördermitteln.

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 14:00 Uhr

Bönningstedt | Die Energieoptimierung der Barmstedter Zentrale des Kreisjugendrings (KJR) wurde von der AktivRegion „Holsteiner Auenland“ mit 600.000 Euro bezuschusst. Der Heidgraberner Markttreff wurde mit 750.000 Euro von der AktivRegion „Pinneberger Marsch und Geest“ gefördert. Nur zwei Beispiele, die zeigen, dass Projekte im ländlichen Raum durchaus eine Chance haben, an EU-Gelder heranzukommen. Voraussetzung ist jedoch die Mitgliedschaft in einer der 22 Schleswig-Holsteiner AktivRegionen.

„Wir können an den Segnungen nicht teilnehmen, würden aber gern mitmachen“, sagt Elleraus Bürgermesiter Eckhart Urban (SPD). Schließlich sei es Sinn und Zweck gewesen, gerade auch kleinere Gemeinden bei der Entwicklung zu unterstützen. „Wir haben nie eine plausible Auskunft erhalten warum wir abgelehnt wurden“, sagt Urban, der jedoch auch weiß, dass es keinen Rechtsanspruch gibt.

Auch Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG) sah die Situation als problematisch an und wurde im Mai aktiv. In seinem Schreiben an das Ministerium stellt er klar, dass nach der Absage durch die AktivRegion „Auenland“ die Gemeinde Bönningstedt von einer Teilhabe an Fördermitteln der Europäischen Union ausgeschlossen sei. Die Bitte, im Hinblick auf die Ende September beginnende neue Förderperiode von sechs Jahren eine kurzfristige Lösung herbeizuführen, verhallte jedoch ungehört: Eine Mitgliedschaft ist weiterhin nicht in Sicht.

Bewegung kam dennoch in die Angelegenheit: „Wir haben die vier betroffenen Gemeinden zu unserer nächsten Mitgliederversammlung am Mittwoch, 17. September, eingeladen“, sagt Imme Lindemann von Regional-Management des „Auenlands“. Diskutiert werde derzeit, diesen Kommunen als Gast-Mitglieder die Möglichkeit zu geben, Einblicke in die Vorgehensweise der Antragstellung und Förderung zu geben. „Wir werden über die Satzung und die Höhe der Gast-Beiträge bei der Versammlung entscheiden“, kündigt Lindemann an.

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) setzt auf das Know-How der Organisatoren der AktivRegion: „Mir ist erst einmal der Austausch wichtig. Die Organisatoren arbeiten hochprofessionell und können uns auch Wege zu anderen Fördermitteln aufzeigen.“ Denkbar seien zudem übergreifende Projekte, von denen auch Quickborn profitieren könne. „Wir haben alle viel Arbeit im Hintergrund investiert, um diese Lösung zu finden“, sagt Köppl.

Die Mitgliederversammlung findet im Bad Bramstedter Schlosssaal (Bleek 16) statt. Beginn ist um 18 Uhr.

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