Aktionsplan für eine inklusive Gesellschaft

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24. Januar 2018, 15:53 Uhr

Modelle der Inklusion stellen den bisherigen Umgang mit Menschen mit Behinderungen radikal in Frage. Liane Simon (Foto), Professorin für „Transdisziplinäre Frühförderung“ an der Medical School Hamburg (MSH), berichtet in den Blankeneser Gesprächen am Donnerstag, 1. Februar, über Inklusion in Kindergärten und Schulen, über Konzepte und Visionen. Nach langjähriger Erfahrung in der Frühförderung Norderstedt entwickelte Simon aus bisherigen Modellen von Krankheit und Behinderung neue internationale Klassifikationen. Sie sollen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe in der Gesellschaft erleichtern und die UN-Konventionen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen umsetzen.

„Bisher war die Diagnose von Behinderungen auf medizinische Befunde reduziert“, konstatiert Simon. „Inzwischen wissen wir um die Heilkraft psycho-sozialer Faktoren“. Fachleute in der WHO erarbeiten Kriterien für ein Umdenken in der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Professorin Simon arbeitet hier mit und stellt die Modelle vor.

Die Idee von Inklusion sei, dass alle Angebote für alle Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft gelten, so die Fachfrau. Der Vortrag mit anschließender Diskussion im evangelischen Gemeindehaus in Blankenese, Mühlenberger Weg 68  a, beginnt um 15.30 Uhr. Das Ende ist gegen 18 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro.

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