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Neuer Pinneberg-Gutschein : Aktion zur Sicherung der Kaufkraft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Wirtschaftsgemeinschaft ruft einen Pinneberg-Gutschein ins Leben. 46 Geschäfte und Dienstleister machen bereits mit.

von
erstellt am 26.Mai.2016 | 12:15 Uhr

Pinneberg | Die Kaufkraft in Pinneberg halten, den Einzelhandel stärken und die Identität mit der Stadt fördern: Das sind die Ziele, die die Pinneberger Wirtschaftsgemeinschaft mit einer neuen Aktion erreichen will. Zum 1. Juni ruft sie den Pinneberg-Gutschein ins Leben. In Elmshorn ist es bereits ein Erfolgsmodell und hat zu einem Umsatz von 2,3 Millionen Euro geführt. Auch Quickborn hat den Gutschein jüngst eingeführt.

Die pfiffige Idee: Pinneberger sollen Pinneberg-Gutscheine schenken und damit im digitalen Zeitalter von Internet-Anbietern Flagge zeigen und den örtlichen Handel stärken. „Der Euro soll in Pinneberg bleiben. Es ist ein klares Bekenntnis für Pinneberg“, sagt Hermann Kunstmann, Chef der Wirtschaftsgemeinschaft. „Es ist eine Rückbesinnung auf Regionales und eine Stärkung des Handels und der Zugehörigkeit“, erläutert Claudia Patt, ebenfalls von der Wirtschaftsgemeinschaft.

Gestern stellten die beiden zusammen mit Susan Burmester von der Wirtschaftsgemeinschaft das Konzept vor. „Die Idee ist nicht ganz neu. Unter der damaligen Einkaufsgemeinschaft gab es bis 2002 Gutscheine“, berichtet Burmester. Jetzt gibt es eine Wiederauflage. 46 Annahmestellen beteiligen sich bereits.

„Zehn sind in der Überlegungsphase“, sagt Kunstmann. Darunter Handwerksbetriebe, eine Tanzschule, Friseure, Restaurants und sogar ein Tattoo-Studio. Die Stadtwerke ebenso wie Edeka Meyer und der A. Beig Verlag. „Das langläufige Ziel ist, dass alles, was Rang und Namen hat, reinkommt“, wünscht sich Kunstmann. Jeder Unternehmer, der sich beteiligen will, zahlt einmalig 50 Euro fürs Marketing.

Kartons voll Gutscheinen

Wie viele Gutscheine gedruckt worden sind? „Es sind viele Kartons“, sagt Kunstmann. Gutscheine gibt es im Wert von zehn und 20 Euro. Das ist bewusst so gewählt worden. „Es soll kein Bargeld rausgegeben werden“, sagt Burmester. „In einem Café wird es schon schwer, einen 20-Euro-Gutschein einzulösen“, sagt Patt. „Aber es können mehrere Gutscheine gekauft und eingelöst werden“, so Kunstmann.

Zu kaufen gibt es die Gutscheine, die aufgrund eines Prägedrucks fälschungssicher sind, in der Buchhandlung Bücherwurm, bei Kunstmann Mode und Sport und im Modehaus Glindmeyer.

Um auf die neuen Pinneberg-Gutscheine hinzuweisen, will die Werbegemeinschaft während der Mega-Veranstaltung Comedy & Arts (4. und 5. Juni) und am verkaufsoffenen Sonntag (5. Juni) noch einmal kräftig die Werbetrommel rühren. Dann gibt es ausnahmsweise Fünf-Euro-Gutscheine. Die gibt es dann als „Goodies“ in diversen Geschäften. Außerdem weisen Aufkleber, Aufsteller und Plakate in den teilnehmenden Geschäften auf die Aktion hin.

Kunstmann, Burmester und Patt sind von dem Erfolg der Pinneberg-Gutscheine überzeugt: „Es wird laufen“, sagt Kunstmann. Er weiß aus Erfahrung: Viele Pinneberger möchten gar nicht nach Hamburg fahren und in den Einkaufszentren einkaufen. Er kenne viele Kunden, die in mehr als einem Laden in der Kreisstadt kauften. Weitere Informationen gibt es im Internet.

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