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Pinneberger Tageblatt

19. Dezember 2017 | 00:02 Uhr

Aktenliebhaber mit rasantem Hobby

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Michael Koch wechselt vom Amt Moorrege nach Uetersen und ist ab dem 1. März in Uetersen neuer Leiter des Amts Planen und Bauen

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Im Büro das Aktenstudium, danach rasante Motorradfahrten im Gelände: Als Uetersens neuer Bauamtsleiter Michael Koch bei seiner offiziellen Vorstellung berichtete, dass der Endurosport seine große Leidenschaft ist, stutzte selbst seine Chefin. Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) wusste bisher nicht, dass ihr neuer Mitarbeiter ein solches Hobby hat. Bei einem ist sie sich aber sicher. „Er wird eine Bereicherung sein“, sagt die Verwaltungschefin.

Koch tritt am 1. März seinen Dienst als Leiter des Amts für Planen und Bauen an. Der bisherige Arbeitsplatz des 49-Jährigen liegt nur wenige Kilometer entfernt. Koch kommt vom Amt Moorrege nach Uetersen. Die Bürgermeisterin ist dem Amt dankbar, dass es einen kurzfristigen Wechsel innerhalb weniger Wochen ermöglicht hat.

„Die Aufgabe ist einfach sehr reizvoll“, erklärt der Motorsportliebhaber, warum er in Zukunft in der Rosenstadt arbeitet. 15 Bewerber wollten den Job im Rathaus. Sechs durften sich vorstellen. Das Rennen machte letztendlich Koch, der mit seiner Frau in Neuendorf bei Elmshorn wohnt.

Hansen kannte ihn bereits vorher. Als Uetersen und Moorrege unterschiedliche Auffassungen über die Ansiedlung eines Rewe-Markts auf der Moorreger „Schafweide“ hatten, vertrat Koch die Moorreger Interessen und kam dabei auch mit der Bürgermeisterin ins Gespräch.

Jetzt wechselt der 49-Jährige die Seiten. „Moorrege hat nun den Rewe-Markt, Uetersen mich“, sagt der gebürtige Elmshorner schmunzelnd. Koch lebt seit der Geburt in seiner Heimatstadt. Selbst wenn er außerhalb des Kreises arbeitete.

Seit 1992 arbeitet Koch in verschiedenen Bauämtern und war seitdem in Appen, der Samtgemeinde Jesteburg, Kellinghusen und eben im Amt Moorrege tätig – meistens in leitender Funktion. In Uetersen ist er für ungefähr 45 Mitarbeiter verantwortlich. Bauhofmitarbeiter, Hausmeister, Verwaltungsangestellte – Koch muss sich um unterschiedliche Bereiche kümmern.

Akten studieren, B-PlanVerfahren begleiten, Bürger und die Politik informieren: Koch räumt ein, dass die meisten seinen Job für eher trocken halten. Für ihn ist die Arbeit dagegen attraktiv: „Sie bringt mir einfach Spaß.“ Warum, könne er selbst nicht erklären, berichtet er lächelnd. Ihm sei klar, dass Uetersen finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Die Herausforderung bestehe darin, trotz allem etwas zu bewirken.

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