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Arztpraxis in Bönningstedt : Ärger um den Mietpreis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dr. Frauke Bohlmann wartet vergebens auf eine Abrechnung. Jetzt wendet sie sich an die Politik.

Bönningstedt | Knapp zwei Seiten lang ist das Schreiben, mit dem sich die Bönningstedter Ärztin Dr. Frauke Bohlmann nicht nur an den Bürgermeister Peter Liske (BWG) wendet, sondern auch an die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats. Der Grund: Bis heute wartet die Mieterin der Praxis im Alten Amtsgebäude auf die Abrechnung der Umbaukosten.

Denn die Miete, die Bohlmann derzeit bezahlt, richtet sich nach den geschätzten Kosten der Maßnahmen. „Leider haben Sie uns bis heute nicht die Zahlen zur Verfügung gestellt – selbst dann nicht, als ich zuletzt ankündigte, die Angelegenheit meinem Anwalt zu übergeben“, schreibt Bohlmann.

Liske habe bei der Unterzeichnung des Mietvertrags unter Zeugen versichert, dass der Vertrag nach Vorlage der Kosten verändert würde und etwa die Kosten für die WC-Anlage und der größere Teil der Kosten für die Verlegung von Wasserleitungen in dem Gebäudeteil herausgerechnet werde. „Schließlich ist es für ein Gewerbe ganz normal, dass es dort eigene Toiletten und einen Wasseranschluss gibt“, so Bohlmann weiter in ihrer E-Mail, die dieser Zeitung vorliegt.

Ferner habe Einigkeit darin bestanden, dass die Kosten für den Umbau zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nur geschätzt werden konnten und die endgültige Miete nach Vorlage der Zahlen für die Umbaukosten errechnet werde. „Bis heute zahlen wir eine Miete, die aus unserer und der Sicht unserer Steuerberaterin deutlich zu hoch ist und deren Berechnungsgrundlage nicht nachvollziehbar ist“, so Bohlmanns Beschwerde. Die Gemeinde müsse ein Interesse daran haben, dass die Praxis bestehen bleibt. „Da die weitere Entwicklung der Umsetzung unserer Vereinbarung ungewiss ist, schauen wir uns derzeit nach anderen Räumlichkeiten um“, teilt die Ärztin weiter mit.

Keine Stellungnahme des Bürgermeisters

Allerdings wäre eine Verlegung nur der letzte Schritt. Denn: „Lieber wäre es uns, wenn wir in den Räumen bleiben könnten.“ Schließlich seien diese mit viel Engagement seitens der Gemeinde und ihr ausgebaut worden. „Ich bitte Sie um ein kurzfristiges Gespräch nach Überlassung der Zahlen“, schließt die Ärztin.

Auf Nachfrage des Quickborner Tageblattes sagte Liske: „Ich kann dazu nichts sagen, weil es sich um eine Mietangelegenheit handelt.“ CDU-Fraktionschef Rolf Lammert schließt sich der Forderung der Grünen-Fraktionschefin Resy de Ruijsscher an: „Die Angelegenheit muss im nicht-öffentlichen Teil des Finanzausschusses auf den Tisch kommen“, sagt Lammert.

Er sei zwar in der Arbeitsgruppe gewesen, die sich um den Ausbau gekümmert hatte, wisse jedoch nicht, welche Nebenabreden bei den Verhandlungen über den Mietvertrag getroffen worden seien. „Frau Dr. Bohlmann hat ein gutes Recht darauf, die Endabrechnung zu kontrollieren“, so Lammert.

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erstellt am 18.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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