Ehrenamtliches Engagement : Achtklässler setzen sich für die Pinneberger Tafel ein

Obst und Gemüse muss für die Ausgabe sortiert werden: Die Schülerinnen Ea (15, links) und Antonia (14) helfen bei der Pinneberger Tafel.
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Obst und Gemüse muss für die Ausgabe sortiert werden: Die Schülerinnen Ea (15, links) und Antonia (14) helfen bei der Pinneberger Tafel.

Schüler der Pinneberger Grund- und Gemeinschaftsschule helfen seit einem Jahr Bedürftigen.

shz.de von
11. April 2018, 15:00 Uhr

Pinneberg | Sie sortieren Obst, Gemüse und andere von den Supermärkten gelieferte Lebensmittel. Mit viel Engagement setzten sich Antonia (14), Ea (15) und Saker (16) bereits seit Mai 2016 bei der Pinneberger Tafel ein. Die drei Schüler der 8 a der Pinneberger Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) engagieren sich im Zuge eines Klassen-Projekts: Jeweils zwei Schüler helfen montags und mittwochs etwa zwei Stunden lang bei der sozialen Einrichtung.

16 Achtklässler helfen

Die erwachsenen Ehrenamtlichen der Tafel sind den insgesamt 16 Achtklässlern der GuGs für ihre Unterstützung sehr dankbar. Denn für viele der älteren Ehrenamtlichen handelt es sich beim Sortieren von Lebensmittel um harte körperliche Arbeit. „Es ist besonders toll, wenn sich der Nachwuchs für ein solches Projekt engagiert und sich damit für die bedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft einsetzt“, sagt Brigitte Ehrich, Vorstandsmitglied der Pinneberger Tafel. Die Resonanz seitens ihrer Mitarbeiter sei positiv. „Die freiwillig arbeitenden Schüler sind gut organisiert und haben eine bejahende Einstellung“, weiß sie. Mit ihrem Team habe sie grundsätzlich realisiert, dass Schüler sozialen Projekten offen gegenüber stehen. Das wirke sich auch später einmal förderlich auf ihr Sozialverhalten aus.

Auch Lehrerin Julia Hoppe ist stolz auf ihre Schüler. Sie ist für das Projekt zuständig. „Der ehrenamtliche Aspekt steht dabei im Vordergrund“, betont sie. Die Lehrerin berichtet, dass die Mädchen und Jungen der Klasse 8 a die Idee, die Tafel zu unterstützen, eigenständig entwickelt haben.

Über die Motivation

Die Motivation der Achtklässler, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen, ist unterschiedlich. „Mir macht die Arbeit Spaß“, erläutert der aus Syrien kommende Saker. Er könne vielen Menschen helfen und käme zudem einer sinnvollen Tätigkeit nach. Ea setzt sich gern für andere Menschen ein. Die Schüler freuen sich zudem darüber, dass ihr sozialer Einsatz auf dem Zeugnis schriftlich festgehalten wird.

Die Achtklässler wissen, auch aus den Nachrichten, dass es immer mehr Menschen gibt, die auf Lebensmittel der Tafel angewiesen sind. „Wir haben uns deshalb gedacht, dass es sinnvoll ist, zu helfen“, erläutert Antonia. Ea freut sich ferner über den Kontakt zu den erwachsenen Helfern. „Es gibt hier sehr nette Ehrenamtler“, berichtet sie. Aber mit den Kunden der Tafel treten die Schüler nicht in direkten Kontakt. Denn nach Aussagen der Vereinsmitglieder handelt es sich bei der konkreten Lebensmittelverteilung an Familien, Senioren und Einzelpersonen um eine schwierige Aufgabe. Doch die Jugendlichen sind auch außerhalb ihrer Arbeit noch für die bedürftigen Menschen im Einsatz: Bei der jüngst veranstalteten Flohmarkt-Aktion am Tag der offenen Tür an der GuGs kamen ungefähr 74 Euro für die Tafel zusammen.

Bei der Pinneberger Tafel sind 400 Menschen registriert, 250 Kunden werden pro Woche durchschnittlich versorgt. Die Kunden kommen in erster Linie aus Pinneberg, aber auch aus Borstel-Hohenraden, Rellingen und Tangstedt. Bis zu 80 ehrenamtliche Helfer sind bei der sozialen Einrichtung im Einsatz An zwei Terminen pro Woche werden Lebensmittel verteilt.

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