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Vakanz im Rechtsamt : Abteilungsleiter dringend gesucht

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Seit September ist eine Platz an der Spitze des Rechtsamts unbesetzt. Alle Bewerber fielen durch. Politik drängt auf Vollzug.

Quickborn | Politiker aller Fraktionen haben Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, Foto) aufgefordert, die seit September vakante Stelle an der Spitze des Fachbereichs für Recht und Grundsatzangelegenheiten endlich zügig nachzubesetzen. Auf eine bundesweite Ausschreibung hat die Stadt zwar 17 Bewerbungen bekommen. Nach Aussage des Verwaltungschefs erfüllte allerdings kein Kandidat die gewünschten Kriterien.

Die Stadt Quickborn sucht einen Volljuristen oder Verwaltungsbeamten mit Schwerpunkt Recht und das – geht es nach der Politik – möglichst schnell. Seit der Pensionierung des bisherigen Stelleninhabers Ulrich Knees im vergangenen September konnte die entstandene Lücke nicht geschlossen werden. „Wir kompensieren das mithilfe der Mitarbeiter, und ich selber übernehme auch Aufgaben“, sagte Köppl während der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Für dessen Vorsitzenden Bernd Weiher (CDU) ist die Lösung unbefriedigend. „Langfristig ist das nicht gut, und es wäre mein Wunsch, dass die Stelle schnell neu besetzt wird.“ Zumindest diese Einschätzung teilt er mit den Mitgliedern der anderen Fraktionen, wenn die Vorstellungen über das Profil eines geeigneten Kandidaten auch auseinander gehen. Während Weiher an der Spitze des Fachbereichs auch zukünftig einen Verwaltungsbeamten sieht, soll es insbesondere für die FDP unbedingt ein Volljurist sein.

Thomas Köppl.
Thomas Köppl.

Die Aufgaben eines Rechtsamtsleiters seien komplex und würden immer herausfordernder, so FDP-Fraktionschefin Annabell Krämer. Deshalb sei die Stadt gut beraten, einem Volljuristen den Vorzug zu geben. „Es wirft kein gutes Licht auf die Stadt, wenn so eine Stelle unbesetzt bleibt“, sagte sie und fuhr fort: ,,Es sollte außerdem im ureigenen Interesse eines Bürgermeisters sein, sie zu besetzen. Das empfiehlt sich schon zu seinem eigenen Schutz.“ Kritik kam auch aus Köppls eigener Partei. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass eine relativ gut dotierte Stelle nicht zu besetzen ist“, sagte Weiher.

Verwaltungschef Köppl reagierte scharf. „Ich werde keine unqualifizierten Mitarbeiter einstellen und kann niemanden gebrauchen, der keine Berufserfahrung oder Verwaltungserfahrung hat“, sagte er. Derzeit habe er zwar eine freie Stelle, die Verwaltung erledige ihre Aufgaben aber dennoch sach- und zeitgerecht. Wie es jetzt weitergeht, ist unklar. „Es macht keinen Sinn, ohne Ende auszuschreiben“, so Köppl, der nach eigenen Angaben auch nach internen Kandidaten sucht. Weiher drängte auf weitere Beratungen, dann allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wenn der Hauptausschuss im September erneut tagt, dürfte das Thema also wieder auf der Agenda stehen.

Die Nachfolgeregelung für den ausgeschiedenen Ulrich Knees ist nicht die einzige Personalie, die den Verwaltungschef aktuell beschäftigt. Zum 1. September geht außerdem Friederike Lattmann in den Ruhestand und räumt dann den Chefsessel im Fachbereich Stadtentwicklung.

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erstellt am 27.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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