Abschied nach 22 Jahren

Schulrat Dirk Janssen (links) dankte Volker Schwarz für seine jahrelange Loyalität und Verlässlichkeit.
Schulrat Dirk Janssen (links) dankte Volker Schwarz für seine jahrelange Loyalität und Verlässlichkeit.

Schulleiter verlässt Heideweg-Schule in Appen-Etz

shz.de von
06. Juli 2018, 16:00 Uhr

Eine Ära geht zu Ende: Die Heideweg-Schule in Appen-Etz gibt es seit 45 Jahren. 22 Jahre davon leitete Volker Schwarz das Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Nun verabschiedete sich der studierte Sonderpädagoge von seinen Schülern und Kollegen. Diese hatten für ihn ein Programm mit einigen lustigen sowie emotionalen Elementen zusammengestellt.

Zur Verabschiedung kamen sowohl Schüler und Kollegen wie auch Eltern, Freunde und Familie. Auch die stellvertretende Kreispräsidentin Elke Schreiber sowie Schulrat Dirk Janssen nutzten die Gelegenheit, um sich bei Schwarz für seinen langjährigen Einsatz für die Schule zu bedanken. Besonders persönliche Worte richtete der stellvertretende Schulleiter Kai Mügge an seinen Mitstreiter. „Du hast die Grundlage für Kontinuität und Verlässlichkeit geschaffen. Stets bist du allen fair und tolerant begegnet“, führte er aus. Nur zu gut beschreibe ein Zitat von Schwarz am Vormittag des selben Tages seinen Charakter. „Da bin ich eigentlich ganz doll gerührt“, zitierte Mügge. Er sei stets unaufgeregt und unaufdringlich.

Dennoch habe er immer für das Wohl der Schule gekämpft. „Hetze und Hektik waren Dir ein echtes Gräuel.“ Besonders die „schrägen Vögel“ hätten es Schwarz angetan. „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber wir hatten eine sehr gute Vertrauensbasis.“

Im Jahr 1997 wurde Schwarz die Leitung der Heideweg-Schule endgültig übertragen. In den Jahren wuchs nicht nur die Schule, sondern auch die Zahl der Schüler und Mitarbeiter. Lange Zeit kämpfte Schwarz für den Umbau der Schule. 5,6 Millionen sind dafür aktuell eingeplant. „Es war ein Mammutprojekt, das einen engagierten Schulleiter brauchte. Und das waren Sie“, sagte Schreiber zu Schwarz. Ihm sei es stets um den persönlichen Kontakt gegangen. Dafür habe er sich intensiv für jeden einzelnen Schüler eingesetzt und „er kennt jeden einzelnen von ihnen“.

Schulrat Dirk Janssen versuchte den Abschied mit etwas Humor zu mischen. „Ich merke, dass ich alt werde“, so Janssen. Schließlich verabschiede er bereits zum zweiten Mal jemanden, der länger im Amt war als er. Auch er lobte die Loyalität und Verlässlichkeit des Schulleiters. „Sein Fokus lag immer auf den einzelnen Kindern. Mit Beharrlichkeit setzte er die Interessen der Schule durch“, schilderte Janssen. Er habe nicht nur die Entwicklung des Appener Förderzentrums, sondern im ganzen Kreis geprägt.

Für Schwarz ist die Zeit des Kilometer langen Pendelns vorbei. Jeden Tag fuhr er von Nortorf nach Appen. Doch für seine Schützlinge nahm er diesen Weg gerne auf sich. Für ihren Schulleiter haben sich die Schüler und das Kollegium ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk einfallen lassen. Sie malten ein Bild mit netten Wünschen an Schwarz. Einer davon: Eine Reise nach Helgoland. Das perfekte Ziel für Schwarz, der eine Deutschland-Reise in seiner neu gewonnenen freien Zeit plant. Mögliche Ziele haben ihm die Schüler bereits rausgesucht: Berlin, Nürnberg, Weimar, Pinneberg, ans Meer und selbstverständlich Appen. „Weil wir hier sind“, sagte ein Schüler. Ein Nachfolger für Schwarz steht noch nicht fest. Dieser wird voraussichtlich im Herbst gewählt.

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