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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 18:46 Uhr

Pinneberg : Abriss des alten Kreishauses

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinnebergs spektakulärste Baustelle: Das Hochhaus an der Moltkestraße weicht langsam aber sicher.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Ein gewaltiger Greifarm frisst sich ins Mauerwerk. Brocken krachen zu Boden. Passanten bleiben stehen, recken ihre Hälse. Sie bezeugen die letzten Tage eines Kolosses, der über Jahrzehnte das Stadtbild Pinnebergs prägte. Das Hochhaus, in dem bis 2011 die Kreisverwaltung untergebracht war, wird Stück für Stück „abgeknabbert“. Bis Januar soll der seit drei Jahren leer stehende Bau Geschichte sein.

Begonnen hatten die Abrissarbeiten vor einem Monat. Zunächst war der frühere Tagungstrakt am Drosteipark den Baggern zum Opfer gefallen. Dessen Schutt ist weitgehend abgetragen. Zum Jahreswechsel wird auch das Hochhaus verschwunden sein. Für Pinnebergs City bedeutet das spektakuläre Geschehen zwischen Drosteipark und Moltkestraße einen Neustart. Der Rendsburger Investor Michael Demandt plant ein citynahes Wohnquartier. „Die ersten Mieter sollen in einem Jahr einziehen“, so der Investor gestern.

Demandt hatte das 8800 Quadratmeter große Areal Ende 2011 für 2,59 Millionen Euro vom Kreis Pinneberg erworben. Er will rund 21 Millionen Euro investieren. 119 Wohneinheiten sollen entstehen. 40 Prozent davon sind öffentlich gefördert. Auch eine Tiefgarage mit 140 Stellplätzen soll auf dem Areal entstehen. Unklar scheint weiterhin die Zukunft des früheren Krankenhauses, das aus Gründen des Denkmalschutzes nicht abgerissen werden darf. Ursprünglich sollten dort Gewerbebetriebe einziehen. Nach Informationen unserer Zeitung wird hinter den Kulissen darüber diskutiert, auch den Altbau für Wohnungsbau zu nutzen. Im Sinne von Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa wäre das nicht. „Ich wünsche mir Gewerbe, wir müssen Arbeitsplätze schaffen“, sagt er. Es sei alles andere als schwierig, Gewerbeflächen mit Blick auf den Drosteipark zu vermarkten.

Pinnebergs größte Baustelle – derzeit ein echter Hingucker. In unmittelbarer Nachbarschaft investiert auch die Pinneberger Genossenschaft Neue GeWoGe. Sie errichtet seit November vergangenen Jahres 32 Wohnungen auf dem Grundstück an der Ecke Moltkestraße / Von-Ahlefeldt-Stieg. Die ersten Mieter sollen im Sommer 2015 einziehen. Die Wohnungen werden zwei bis vier Zimmer groß sein. Ein Büro mit einer Fläche von 420 Quadratmetern wird ebenfalls in den Neubau einziehen. Die Tiefgarage umfasst 28 Stellplätze.

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